„Kulturstrolch ist ein Traumjob...“ Erfolgreiche Schulprojekte der Stadt Münster

mdchen_mit_zwei_flssigkeiten Um Schulen zu anregungsreichen Beziehungs-, Lern- und Lebensräumen auszubauen, arbeiten der Schulträger, die Schulen und die Schulaufsicht der Stadt Münster seit Jahren gemeinsam mit weiteren Partnern erfolgreich an besonderen Angeboten. Beispielhaft dafür stehen die Projekte: Kulturstrolche, Forscherwerkstätten an Grundschulen, Skulpturreporter sowie der Internet-Service Pädagogischer Stadtplan.

„Kultur ist Verstehen und Nichtverstehen. Kultur ist Können und Musik“ (Malte, 3. Schuljahr)

DIE „KULTURSTROLCHE“, EIN MODELLPROJEKT FÜR GRUNDSCHULEN IN MÜNSTER, ENTWICKELT IDEEN UND KOOPERATIONEN, UM SCHULKINDERN KULTUR ZU VERMITTELN.

Kultur ist wild und elegant!

seifenblasenDie Kulturstrolche sind unterwegs. Von April 2006 bis zu den Sommerferien 2008 entdeckten auf Initiative des Schul- und Kulturdezernats der Stadt Münster 200 Kinder aus vier Grundschulen die Kultur ihrer Stadt. Sie besuchten Theater, Stadtmuseen oder Musikschulen, befragten Schauspieler, Künstler oder Archivare. Manchmal hatten sie ein Mikrofon dabei, immer offene Augen und Ohren. „Herumstrolchend“ entdeckten die Kinder während der Schulzeit alle Kultursparten, unabhängig von den Interessen oder dem Geldbeutel der Eltern.

Nach Evaluation und Auswertung der Pilotphase ist das erfolgreiche Projekt zum Schuljahr 2009/10 mit 12 Klassen aus 5 Schulen und insgesamt fast 300 Schülerinnen und Schülern in eine neue Runde gegangen.

Kultur ist nicht nur etwas für Erwachsene – so viel steht fest. Aber: Wie können Kinder zwischen „Verstehen und Nichtverstehen“ ihre Entdeckungen machen? Wie gelingt es, Kunst und Kultur – und damit Ausdrucksformen Erwachsener – so zu vermitteln, dass auch Kinder ihre Botschaften spüren und begreifen können?

Alle 500 Kinder, alle Klassen, alle Schulen, alle Kultur-Besuche können wir nicht vorstellen.

Aber wir können am Beispiel der Klasse 3G1 aus der Martinischule erzählen, wie es den Kulturstrolchen ergangen ist, was sie selbst erlebten, was ihre Lehrerin beobachtete und was die Kulturschaffenden der Stadt lernten, wenn Kulturstrolche zu ihnen kamen.

Also los….

 

 „WAS WOLLEN WIR WISSEN? WIE BEREITEN WIR UNS VOR? ICH HAB’ DA NOCH EINE FRAGE…“

Kulturstrolche haben einen Plan

„Wenn wir jetzt Kulturstrolche sind, dann ziehen wir auch sofort los“, sagte sich die Klasse 3G1 und besuchte das Kindertheater im Stadtteilzentrum Meerwiese. Zwei Termine waren geplant: Der Besuch der Proben und dann die Aufführung, jeweils mit anschließenden Gesprächen mit den Schauspielern und Schauspielerinnen. „Marion, das Chamäleonmädchen“ hieß das Stück, im Unterricht spielten sie es nach – und waren doch nicht ganz zufrieden mit sich. „In die Proben sind wir relativ unvorbereitet gegangen“, erzählt die Lehrerin, „das wollten die Kinder beim zweiten Besuch verändern.“ Also haben sie Fragebögen erarbeitet. Warum sie eine Szene so oder anders gespielt haben, welche Rolle diese oder jene Requisite spielt, wie schwer es ist, den Text zu lernen…

Und so wurde aus einem Theaterbesuch noch viel mehr: „Das ist das Schönste an der ganzen Geschichte: In Kunst haben die Kinder ein Chamäleon gemalt, im Sachunterricht haben wir uns mit dem Tier beschäftigt und in Deutsch verfassten die Kinder einen Bericht über das Stück. Einen besseren Schreibanlass kann ich nicht finden“, sagt Silvia Vogel-Schulte.

Ein Besuch im Stadtarchiv

Wir sind Kulturstrolche – und wir kommen überall rein. Mit dieser Einstellung besuchten die Kinder das Stadtarchiv und waren längst neuen Geheimnissen auf der Spur. Als Roswitha Link, Historikerin im Stadtarchiv, die weißen Handschuhe überstreifte, um die wertvollen Dokumente zu zeigen, wurde es spannend. 800 Jahre alt war die älteste Urkunde, die sie präsentierte. Geschichte wurde lebendig, als sie aus alten Akten der Martinischule aus dem 18. Jahrhundert vorlas, als in der Stadt ein Lehrermangel beklagt wurde. Die Kinder lernten in Sütterlin ihren Namen zu schreiben – „Geheimschrift“ – und wollten unbedingt wissen, wann denn der Lesesaal für Besucher geöffnet ist. Vielleicht sucht Ole dann weiter, denn er wollte unbedingt wissen: „Hast du hier auch Texte über alte Traktoren?“

Und auch die Lehrerin ist sicher: „Die Kinder werden hier unbedingt wieder hin wollen, wenn es im Unterricht um die Geschichte unserer Stadt geht.“ Das ist auch ein Ergebnis des Projektes, von dem die Kinder, aber auch die Lehrkräfte profitieren: „Die Kinder haben die Leute kennen gelernt, die sie fragen können, wenn sie etwas wissen wollen. Und auch für uns ist es leichter, jetzt auf kurzen Wegen Kontakt zu den Kultureinrichtungen aufzunehmen.“

maedchenmitmikroKulturstrolche machen Radio

Bei jedem Kulturbesuch haben die Kinder Mikrofone dabei. Sie führen Interviews – mit den Kulturmen-schen, aber auch miteinander. Das Ergebnis wurde – komplett in Kinderhand – zu einer Bürgerfunksendung .

Die Kinder planten den Aufbau der Sendung, schrieben die Texte und sprachen sie auch. Sie suchten die Musik aus und sorgten für 52 sendefähige Minuten. „Das ist viel anstrengender als Schule, aber auch viel schöner“, fasste ein Schüler die Stimmung nach der Produktion zusammen, als alle ziemlich erschöpft aber zufrieden in der Sonne saßen. 

 

KULTUR ENTDECKEN – EIN GANZES (GRUNDSCHUL-)LEBEN LANG

Wie ein Projekt den Unterricht verändert

Damit die beteiligten Grundschulen diese Aufgabe realisieren können, wird mit allen städtischen Kultureinrichtungen eine Kooperationsvereinbarung getroffen. In der Zusammenarbeit mit Stadtmuseum, Musikschule, Theater, Volkshochschule, Stadtarchiv u. a. entstehen Angebote, bei denen Kinder Kultur hautnah erleben, Kulturschaffende kennen lernen und erfahren können, dass Kultur keine ferne Sache für Erwachsene ist. Für jeden Kulturbesuch bekommen die Kinder einen Sticker im Kulturstrolche-Sammelheft, ihre Erfahrungen dokumentieren sie schriftlich in einer eigenen „Kultur-Geschichte“. Für die Nachhaltigkeit der Erfahrungen sorgen die Lehrerinnen in der Schule, wo die Anregungen aus den kulturellen Einrichtungen in vielfältiger Weise umgesetzt werden.

Das kann ein Klassenmuseum sein, inspiriert durch einen Besuch im Stadtmuseum, ein Theaterstück, das die Kinder nicht nur als Zuschauer, sondern auch als Akteure erleben wollen, Kunstwerke, in denen sie eine neue Technik ausprobieren, die sie in einem Atelier entdeckt haben. Wenn die Kulturbesuche in den Schulen nachwirken, stellen auch die Lehrkräfte fest, wie viele Fähigkeiten ihre Schülerinnen und Schüler über kulturelles Erleben erproben können. Sie formulieren Interviewfragen und planen Künstlergespräche, sie schreiben Texte und tragen diese vor, sie vermessen Grundrisse für ihre Ausstellungen und gestalten die Ausstattung von Kostümen und Bühnen. Vor allem fragen sie sich immer wieder: Was bedeutet das? Was wollen die Künstler sagen? Was kann ich verstehen? Was kann ich selbst zum Ausdruck bringen?

Im ersten Entwurf zum Modellprojekt hatten die Ideengeberinnen geschrieben: „Kultur fördert Verständigung: Sie zeigt, dass jenseits von ‚falsch oder richtig’ meist viele Perspektiven und Deutungen möglich sind.“ Dass Kulturstrolche das in ihren eigenen Worten noch viel schöner zum Ausdruck bringen können, bewies Malte aus dem dritten Schuljahr. Er schrieb: „Kultur ist Verstehen und Nichtverstehen. Kultur ist Können und Musik.“

Das Projekt - das auch bereits als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen 2007“ und im Rahmen des Wettbewerbs der Kulturstiftung der Länder KINDER ZUM OLYMP! ausgezeichnet wurde - hat bereits weite Kreise gezogen. Das Kultursekretariat NRW Gütersloh hat die Projektidee 2008 übernommen und bietet sie seinen Mitgliedsstädten an. So erkunden inzwischen nach dem Vorbild aus Münster ca. 145 Kulturstrolche-Klassen in 20 Städten Nordrhein-Westfalens Kultur in ihrer Stadt. 

KONTAKT:

Katharina Grosse
Stadt Münster
Geschäftsstelle Bildungsnetzwerk Münster im Amt für Schule und Weiterbildung
Klemensstraße 10
48143 Münster
Tel: (02 51) 492 - 40 63
Fax: (02 51) 492 - 79 10
E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
www.muenster.de/stadt/kulturstrolche


forscherwerkstatt„Forscherwerkstätten an Grundschulen“

Ich weiß, warum Boote schwimmen. Das hat was mit Wasserverdrängung zu tun. Aber so richtig weiß ich es doch nicht. Da will ich Experimente machen“ (Joshua, 3. Schuljahr)

WIE KINDER NATURWISSENSCHAFTLICH FORSCHEN – UND LEHRKRÄFTE EINE DIDAKTIK DES EXPERIMENTIERENS ENTDECKEN. DAS MODELLPROJEKT IN MÜNSTER „GEHT NEUE WEGE“ IN DER ZUSAMMENARBEIT VON GRUNDSCHULEN UND UNIVERSITÄT

Wo Experten sich um das Bildungsniveau von Schulkindern sorgen, wo Wirtschaft und Wissenschaft den mangelnden Fachkräftenachwuchs beklagen, lohnt ein Blick in die Grundschulen. Dort sind sie versammelt: Viele kleine und sehr neugierige Nachwuchstalente. Das Modellprojekt „Forscherwerkstätten an Grundschulen“ greift den Wissensdurst von Kindern auf. An fünf Grundschulen der Stadt Münster wurden Werkstätten eingerichtet, die unabhängig von Herkunft, Elternhaus, Alter oder Geschlecht naturwissenschaftliche und technische Begabungen fördern. Im Mittelpunkt stehen das freie Forschen und Entdecken und damit die Fragen der Kinder. Das verlangt neue Lern- und Lehrformen und verändert die Schulkultur - als Vorbild für andere Schulen. In den Forscherwerkstätten lernen nicht nur die Kinder. Jede Schule wird begleitet von naturwissenschaftlichen Instituten der Universität und die Wissenschaftler tun, was sie sehr selten tun: Sie gehen in die Grundschulen, lernen gemeinsam mit den Lehrkräften und forschen mit den Kindern - ohne fertige Antworten!

Und wie gelingt das genau? Mal nachgefragt…

wasserexperiment„Die Kinder haben eine Sams-Maschine gebaut, die sie zum Leuchten und in Bewegung gebracht haben“, erzählt Katrin Wicker, Lehrerin an der Margaretenschule in Münster. Wünsche erfüllt sie zwar nicht, aber: Die Maschine lässt sich mit Liebesperlen in Gang setzen. Was die Grundschulkinder an der Margaretenschule mit viel kindlicher Phantasie entwickelten, ist Teil eines größeren Projektes, das Schülerinnen und Schülern selbst bestimmte Zugänge zu Naturwissenschaften und Technik eröffnet. „Forscherwerkstätten an Grundschulen“ heißt das von der Stadt Münster initierte und von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Modellprojekt.

„Unser Ziel ist es, naturwissenschaftliche und technische Begabungen und Interessen in den Grundschulen zu fördern – unabhängig von Herkunft, Elternhaus, Alter oder Geschlecht“, so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport der Stadt Münster. „Wir wollen mit den Forscherwerkstätten Räume für freies Forschen und interdisziplinäre Projekte bieten.“ Damit das gelingen kann, wurde in Münster eine ungewöhnliche Partnerschaft geschlossen. Die fünf beteiligten Grundschulen, an denen Werkstatträume eingerichtet wurden, werden von naturwissenschaftlichen Fachbereichen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und anderen Experten begleitet und unterstützt.

In der Praxis heißt das: Die Wissenschaftler sind Ratgeber bei der Einrichtung der Werkstätten und bieten Fortbildungen für die Lehrkräfte an. Ihre Studierenden begleiten Forschungsprojekte in den Schulen und absolvieren hier zugleich einen Teil ihrer praktischen Lehrerausbildung.

LEGO-ROBOTERBAUKÄSTEN SIND EIN ERSTER SCHRITT

„Dass Grundschulen mit Universitäten zusammenarbeiten, ist eine Seltenheit“, wissen auch die Initiatorinnen und fördern genau das. Für die Partnerinnen und Partner ist das Projekt entsprechend Neuland und gleichzeitig „genau der richtige Weg“, wie Dr. Christian Hein, Professor am Institut für Technik und ihre Didaktik, meint. „Wenn Technik in der Schule nicht stattfindet, entscheidet man sich nicht für einen technischen Beruf.“ Dem eklatanten Mangel an Ingenieuren in Deutschland lasse sich mit einem Projekt wie den Forscherwerkstätten begegnen, davon ist er überzeugt. „Lego-Roboterbaukästen sind ein erster Schritt.“

Lehrerinnen und Lehrer in der Primarstufe sind oftmals überfragt, wenn es um die Vermittlung naturwissenschaftlicher und technischer Grundlagen geht. Schließlich haben sie in den seltensten

Fällen ein Fachstudium absolviert. So sind die Wissenschaftler in den „Forscherwerkstätten an Grundschulen“ fachliche Ratgeber, aber zugleich Lernpartner, die herausfinden wollen, wie freies Forschen mit Kindern gelingen kann.

KINDER SIND VOLLER FRAGEN

„Ich weiß, warum Boote schwimmen. Das hat was mit Wasserverdrängung zu tun. Aber so richtig weiß ich es doch nicht. Da will ich Experimente machen“, sagt Joshua aus der dritten Klasse der Matthias-Claudius-Schule. Und beschreibt damit den Weg, den die Forscherwerkstätten in Münster bislang gegangen sind. „Im ersten Schritt bringen die Studierenden vorbereitete Phänomene und Fragen mit, z.B. Warum brennt eine Kerze? Woraus bestehen Farben? Warum kann der Wasserläufer auf dem Wasser laufen?“ beschreibt Cosima Kuhl, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Didaktik der Chemie das Vorgehen. „Daraus entstehen bei den Kindern dann neue Fragen, mit denen sie in der Forscherwerkstatt weiterarbeiten können.“ Denn: Forschungsfragen wachsen – auch bei Kindern, die neugierig und voller Fragen sind – im Projektzusammenhang.

„Forschen heißt nicht ins Blaue hinein arbeiten“, bestätigt Professor Christian Hein diese Beobachtung der Lehrkräfte. „Man braucht eine Wissensbasis, um etwas machen zu können.“ Und das nötige Handwerkszeug, um überhaupt sinnvoll forschen zu können. In den Forscherwerkstätten lernen die Kinder wissenschaftliche Methoden auf einfachem Niveau: zunächst eine Vermutung zu formulieren oder ein Protokoll für verwendete Stoffe und Beobachtungen zu führen. In Zweier- und Dreierteams haben sie Gelegenheit zum selbstständigen Experimentieren mit professionellem Gerät. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sind Experten und Vorbilder. Vor allem Naturwissenschaftlerinnen haben für die Mädchen eine bedeutsame Vorbildfunktion.

HIER LERNEN NICHT NUR DIE KINDER

Für Lehrerinnen und Lehrer, vor allem für diejenigen, die nicht im Sachunterricht beheimatet sind, ist der Anspruch der Forscherwerkstätten eine große Herausforderung. Damit sie es sich zutrauen, die Werkstätten fächerübergreifend zu nutzen, hat zum Beispiel die Ganztagsgrundschule Berg Fidel für das gesamte Kollegium regelmäßige Fortbildungen durchgeführt. Mit der Folge, dass inzwischen alle Kinder der Schule die Forscherwerkstatt kennen gelernt haben und es für die Lehrkräfte nicht mehr ungewöhnlich ist zu sagen: „Das weiß ich auch nicht. Wie finden wir das heraus?“

So wird das Modellprojekt „Forscherwerkstätten an Grundschulen“ auch für die Projektpartner ein For-schungsprojekt, in dem die Didaktik des Experimentierens immer wieder im Vordergrund steht. Für Christian Hein heißt mit Kindern forschen: „Das Weltbild, das im Kopf der Kinder ist, zu vervollständigen.“

PERSPEKTIVEN FÜR DIE ZUKUNFT

Die Modellphase des Projektes endet Ende 2007. Die Schulen, die Schulaufsicht und die Westfälische Wilhelms-Universität kooperieren weiterhin und auf Dauer. Die Verantwortung für das Projekt ging in die Hände der Universität über. Sie sorgt mit dem Zentrum für Lehrerbildung für die Kontinuität in der Zusammenarbeit mit den naturwissenschaftlichen Instituten.

„Der Unterrichtsstil hat sich verändert“, sagt Ilka Pelke, Lehrerin an der Ganztagsgrundschule Berg Fidel. „Wir arbeiten weiter auf den drei Ebenen ‚Unterrichtsreihe, Experimentieren und freies Forschen’“. Auch für sie geht die Suche nach Möglichkeiten zum freien Forschen mit Kindern weiter.

Übrigens: die Forscherwerkstätten an Grundschulen waren ausgewählter  "Ort im Land der Ideen 2007"

http://www.land-der-ideen.de


KONTAKT:

Katharina Grosse
Stadt Münster
Geschäftsstelle Bildungsnetzwerk Münster
im Amt für Schule und Weiterbildung
Klemensstraße 10
48143 Münster
Tel: (02 51) 492 - 40 63
Fax: (02 51) 492 - 79 10
E-Mail:  Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können   
http://www.bildungsnetzwerk.muenster.de

 

Dr. Detlef Berntzen
Westfälische Wilhelms-Universität
Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)
Robert-Koch-Str. 40
48149 Münster
Tel: (02 51) 83 – 32 501
E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
http://www.muenster.de/stadt/forscherwerkstatt


kinderimstudio"Skulptur Reporter"

„Ein Reporter findet Dinge heraus und erzählt es anderen weiter“. (Grundschüler)

Seit 1977 gibt Münster alle zehn Jahre mit der internationalen Ausstellung "skulptur projekte münster" einen Überblick über Gegenwartskunst im öffentlichen Raum. Die Ausstellung im Jahr 2007 war der Anlass, um in diesem Jahr mit dem Projekt "Skulptur Reporter" Grundschulkinder schon frühzeitig an moderne Kunst heranzuführen und bei ihnen ein nachhaltiges Interesse an Kunst zu wecken.

Entwickelt und begleitet wurde das Projekt vom Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster, das den Schulen damit eine nachhaltige Auseinandersetzung mit der Ausstellung *skulptur projekt münster 07“ ermöglichte. Die städtische Projektleitung sorgte für eine intensive Begleitung der Schulen durch eine Kulturpädagogin. Die Kinder beobachteten die Vorbereitungen der „skulptur projekte“. Aktiv ent-deckten sie Kunst auf spannende Weise. In Exkursionen, Gesprächen mit Künstlern, Materiallieferan-ten und eigenem künstlerischen Gestalten wurde für sie Kunst erlebbar.

Das Erlebte setzten die Schülerinnen und Schüler mit Profis in medienpädagogischen Projekten um. So entstanden eine Hörfunksendung, zwei Zeitungsseiten und ein Trickfilm.

Außerdem berichten die Kinder in einem 53seitigen Skulptur Report von ihren Erfahrungen mit moderner Kunst. Als "Skulptur Reporter" gaben sie Einblicke in die Arbeitsweisen der Künstlerinnen und Künstler, berichteten von ihren exklusiven Zusammentreffen mit den Kreativen der "skulptur projekte münster 07", erfanden Märchen und Rätsel rund um alte und neue Skulpturen in Münster und animieren andere Kinder zum phantasievollen Umgang mit der Kunst.

 

INFORMATIONEN ZUM PROJEKT:

Katharina Grosse
Stadt Münster
Geschäftsstelle Bildungsnetzwerk Münster
im Amt für Schule und Weiterbildung
Klemensstraße 10
48143 Münster
Tel: (02 51) 492 - 40 63
Fax: (02 51) 492 - 79 10
E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

 

"Pädagogischer Stadtplan"

Der Blick hinter die Fassaden einer Kaffeerösterei, eines Bunkers oder eines Klosters: Außerhalb der Schule zu lernen, ist in Münster und Westfalen an vielen Orten möglich. Mathematik begreifen Ju-gendliche z.B. im Katasteramt der Stadt Münster und Wirtschaftsgeschichte im Textilmuseum Bocholt, während Deutschunterricht im Haus Rüschhaus,  der einstigen Wohnstätte Annette von Droste-Hülshof, lebendig wird. Kunst wird im Atelierhaus konkret und Soziologie in der Deutschen Arbeits-schutzausstellung (DASA) Dortmund.

Diese außerschulischen Lernorte ermöglichen den Schülern praktische und wirklichkeitsnahe Begeg-nungen. Der „Pädagogische Stadtplan“ bietet seit Anfang des Jahres 2008 als Internet-Service Orientierung für Lehrer  in Münster. Aufgrund vielfacher Anregungen wurde das Angebot inzwischen auf den Raum Westfalen ausgeweitet. Zudem finden sich unter der Rubrik „temporär und aktuell“ zusätzliche spannende Hinweise.

Der „Pädagogische Stadtplan“ unterstützt Lehrer direkt bei der Unterrichts- und Projektgestaltung. Er ist ein Navigationssystem, das das Wie, Wo und Was des Lernortes visuell und informativ schildert. So finden sich – thematisch, alphabetisch oder geografisch geordnet – für sämtliche Fächer neben den bekannten Lernorten wie Museen auch Geheimtipps.

http://www.paedagogischer-stadtplan.de 

 

KONTAKT:

Aud Riegel
Stadt Münster
Geschäftsstelle Bildungsnetzwerk Münster
im Amt für Schule und Weiterbildung
Klemensstraße 10
48143 Münster
Tel.: 02 51/ 4 92 - 40 60
Fax: 02 51/ 4 92 - 79 10
E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können