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Archiv der Zukunft - Netzwerk - Helene-Lange-Schule, Wiesbaden
Helene-Lange-Schule, Wiesbaden

Helene-Lange-Schule, Wiesbaden Die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden hat ein Drittel des klassischen Fachunterrichts abgeschafft. Die Schüler spielen stattdessen Theater. Deswegen sind sie besser in Mathematik.

Die Schule ist Preisträgerin des Deutschen Schulpreises 2007. Wir haben ein Porträt, ein Video, ein Audio-Interview und weiterführende Links zusammengestellt.

Die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden: Wo Theater Schule macht.

von Julia Petzinger

„Man hat eine Idee und dann realisiert man diese Idee. Man fängt nicht an, zu sagen: `Das klappt nicht.` Oder: `Das ist zu kompliziert.` Sondern, wenn man eine Idee hat, dann überlegt man zuerst, wie kann man das realisieren!", so bringt Armin Beber, Regisseur und ehemaliger Schüler der Helene-Lange-Schule seine Lebens- und Arbeitseinstellung auf den Punkt, die er hier erworben hat. Heute gibt er das, was ihm die Schule einst gegeben hat, zurück: Er arbeitet in den großen jährlich stattfindenden Theaterprojekten mit den Jugendlichen und eröffnet Ihnen vielfältige Möglichkeiten, ihre eigene Kreativität und Leistungsfähigkeit zu erproben.

Das professionelle Theaterspiel mit externen Regisseuren ist ein Herzstück des Lernens an der „HeLa“ und in erheblichem Umfang verpflichtend für jeden Schüler – als Ort der Überwindung, der Selbsterfahrung, der Entfaltung. Viele kleine Bühnen wurden eingerichtet, auf jeder Etage eine. Und die Schule bekam einen nach und nach professioneller ausgestatteten zentralen Probe-, Aufführungs- und Feierort, an dem die Ergebnisse der harten Theaterarbeit den Weg in die Öffentlichkeit von Schülern, Lehrern und Eltern finden können.

In der Laudatio im Rahmen der Verleihung des Deutschen Schulpreises im Dezember 2007 wurde die „künstlerische und theatrale Arbeit“ der Schule gelobt, „die ihresgleichen sucht und die Jugendlichen zu sich selbst befreit – zu ihrer Kreativität und zur Leidenschaft für eine Sache.“

Die Grundüberzeugung des Schulteams, dass wer viel Theater spielt auch gut in Mathematik ist, wird bestätigt durch die beachtlichen Ergebnisse, die die Schule – nicht nur bei den Pisa-Tests – vorzuweisen hat. Mehr als die Hälfte der Absolventen verlassen die Schule mit einer Qualifikation für Fachoberschule bzw. Gymnasiale Oberstufe.

Der Anspruch der Pädagogen geht jedoch weit über diese formalen Standards hinaus. Im Kern geht es darum, den Kindern Rüstzeug für die eigenverantwortliche Gestaltung ihres Lebens mitzugegeben, eine grundlegende „Lebenszuversicht“, wie es die langjährige Schulleiterin Enja Riegel formuliert.

Von der Heterogenität profitieren

Im Spannungsfeld zwischen Individualisierung und Gemeinschaft hat die Helene-Lange-Schule ihren ganz eigenen Weg gefunden. Schulleiterin Ingrid Ahlring legt Wert darauf, dass der Individualisierungsbegriff weit gefasst wird und von der reinen Leistungsdifferenzierung auch zu einer Lerntypendifferenzierung weitergedacht wird: „Jeder lernt so, wie er es eben kann. Alle Schüler sind unterschiedlich, haben unterschiedliche Lerntempi.“

Als Beispiel für das „andere Lernen“ an der HeLa nennt Ingrid Ahlring das Lernen in Projekten, die in vielfältiger Weise angeboten werden. Nach einem gemeinsamen Einstieg in das Thema tritt der Lehrer zurück, ist Beratungsperson und begleitet die Schüler auf ihren individuellen Lernwegen. „Die Schüler äußern ihre Interessen, gehen entweder sehr speziell, vertieft an die Sache heran oder mehr phänomenologisch, oberflächlich.“ Hier kommt nun die Bedeutung der Gemeinschaft zum Tragen, wenn die Schüler sich in ihrer Unterschiedlichkeit ergänzen und gegenseitig unterstützen. Ingrid Ahlring betont: „Lernen ist im Wesentlichen ein sozialer Prozess und lebt von der Rückmeldung der Gruppe und des Lernpartners.“ Die Heterogenität von Lerngruppen ist so fruchtbar, dass sowohl Leistungsschwächere als auch Leistungsstärkere voneinander profitieren. Die Helene-Lange-Schule pflegt in diesem Sinne auch eine Kooperation mit einer Schule für Erziehungshilfe, von der regelmäßig Schüler in die Regelklassen reintegriert werden können.

Doch das Gelingen der Balanceakte zwischen Individualisierung und Gemeinschaft, zwischen Freiheit und Struktur muss täglich in jeder Klasse, in jedem thematischen Zusammenhang neu versucht werden. Dabei spielen sowohl die Zusammensetzung der Lerngruppe, die jeweilige Lehrerpersönlichkeit, als auch inhaltliche Aspekte eine Rolle, so Ingrid Ahlring.

Lebenswirklichkeit erfahren

Umgeben vom geschützten Rahmen, den die Pädagogen in sorgfältiger Kleinstarbeit täglich für sie vorbereiten, begegnen die Schüler der Helene-Lange-Schule auch dem „richtigen Leben“ in den verschiedenen fest integrierten Praktika: Im Kindergartenpraktikum merken die Kleinen, dass sie eigentlich schon ganz schön groß sind, sie kehren gestärkt und motiviert in die Schule zurück. Im Betriebspraktikum bekommen sie häufig mit, dass ihr Berufswunsch nicht unbedingt das ist, was sie wirklich arbeiten wollen. Im Projekt „Jung und Alt“ verbringen die Schüler Zeit mit einer älteren Person aus ihrer Nachbarschaft. „Solche Erfahrungen verändern dich,“ resümiert Casimir nach einem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager mit einer alten Dame, die ihm von ihren Erlebnissen dort berichtet hat. Und er weiß: „Wäre ich an einer anderen Schule, wäre ich heute anders.“Ingrid Ahlring


Individualisierung und Gemeinschaft

Ingrid Ahlring, Schulleiterin der Helene-Lange-Schule, zum Nachhören ...
  1. mp3 zur Debatte um Individualisierung und Binnendifferenzierung im Unterricht 698.81 Kb (1’29 min.)
    vom Tabuthema zum Gebot der Stunde
  2. mp3 zur praktizierten Binnendifferenzierung an der Helene-Lange-Schule 755.44 Kb (1’37 min.)
    Lernangebote zwischen Projektlernen, Dreiecken und Formeln
  3. mp3 zum Gleichgewicht zwischen Freiheit und Strukturierung 666.00 Kb (1’25 min.)
    eine Illusion, dass Schüler sich alles selbst erschließen können
  4. mp3 zum Spannungsfeld zwischen Individualisierung und Gemeinschaft? 1.14 Mb (2’29 min.)
    ein Großraumbüro mit Gemeinschaftsecken
  5. mp3 zu Grenzen der Heterogenität 1.44 Mb (3’09 min.)
    Grenzen im Kopf
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Das Interview führte Icon Mitgliederbereich Jöran Muuß-Merholz


Video "Eine Schule die gelingt"



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Kurzfassung des Films „Eine Schule die gelingt. Enja Riegel und die Helene-Lange-Schule“
von Reinhard Kahl, Archiv der Zukunft – Produktionen