| Schule "Abenteuer Lernen" |
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Lern- und Lehrkonzept der Schule „Abenteuer Lernen“ von Sylke Burkey, Claudia Cottone-Pohle, Claudia Knauf, Dietmar Pohle, Andreas Knauf Diese Schule arbeitet auf der Grundlage des Konzeptes des Reformpädagogen Céléstin Freinet (Arbeitsschulkonzept). Des Weiteren sieht sie ihre theoretische Begründung in der Theorie des Begründers der Logotherapie Victor E. Frankl („Dritte Wiener Schule der Psychotherapie“ – Sinnzentrierte Psychotherapie). Konzeption der Schule: „Abenteuer Lernen“Die Schule arbeitet auf der Grundlage der Pädagogik Céléstin Freinets. Herausragende Ziele der Freinetpädagogik sind Bildung und Stärkung der Ich-Identität, das Erkennen der eigenen Berufung, der Ausbau des eigenen, individuellen Weges sowie die Stärkung der Willenskraft. Kooperative Lern- und Verhaltensweisen zwischen Lernenden und Helfenden stärken zudem die sozialen Kompetenzen. Insgesamt wird eine positive Grundeinstellung zum Leben angestrebt, welche die Liebe zu sich selber und zu den Mitmenschen möglich macht. Die oberste zu erlernende soziale Kompetenz besteht nicht in der Anpassungsleistung, sondern in der Freilegung der Liebe zu sich selbst und dadurch zu seinen Mitmenschen. Dieses schließt die Achtung und den Respekt vor dem Leben sowie vor unserer Erde mit ein. Der offizielle Lehrplan wird als Basis anerkannt (Minimalanforderung), auf deren Grundlage die Lernenden arbeiten. Im Laufe des Lernprozesses finden die Lernenden mehr und mehr zu ihren eigenen individuellen Lernzielen. Die Kinder lernen, sich gegenseitig zu vertrauen, sie lernen, miteinander zu leben und zu lernen. Es wird die Erfahrung einer schönen Kindheit im Verbund mit Lernen angestrebt, was eine unabdingbare Voraussetzung darstellt für lebenslanges Lernen. Dabei sind natürliche Lern-Methoden behilflich. Jeder Mensch wird in seiner Einzigartigkeit gesehen, geachtet und akzeptiert. Die Befreiung der den Kindern innewohnenden Potentiale ermöglicht die Entdeckung und Erreichung der den Kindern eigenen Lebensziele. Die Schule arbeitet auf demokratischer Basis, was in ihrer Organisation seinen Niederschlag findet. Die Kinder haben Mitspracherecht auf der Entscheidungsebene. Gegenseitiger Respekt von Erwachsenen und Kindern basiert auf wertschätzendem Gefühl. Die Bedürfnisse der Lernenden sind die Basis des schulischen Alltages. Das Leben an sich wird als etwas Ganzheitliches betrachtet. Die Wechselwirkung von Körper, Verstand und Herz wird beachtet, das innere Potential genutzt. Die Kooperation beider Gehirnhälften wird durch Ganzheitlichkeit ermöglicht und Kreativität freigesetzt. Liebe, Freude und innere Klugheit sollen geehrt werden. Die Kinder sammeln im Leben und im Lernen Erfahrungen, sie ziehen ihre Schlüsse und lernen aus ihren Fehlern. Ziel der Schule ist es, alle Kinder zu fördern, allen Kindern gerecht zu werden. Es wird keine Selektion vorgenommen, stattdessen werden die Kinder darin unterstützt, an ihr persönliches Potenzial weitestgehend heranzureichen. Eigenart und Identität der Kinder werden geachtet, „Anderssein“ erfährt Akzeptanz, Integration wird gefördert. Ziel ist es, sich angenommen und dazugehörig zu fühlen. Den jungen Menschen wird es ermöglicht, ihren persönlichen, individuellen Weg zu finden und zu gehen, ihr eigenes Schicksal selbst zu steuern. Lebenschancen werden vergeben und die „Menschwerdung“ der Kinder wird optimal gefördert. Fernziele des Unterrichts sind gesellschaftliche Mündigkeit, Verantwortungsgefühl in der Gruppe, Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit. Durch Selbststeuerung werden die Kinder zur Verantwortungsübernahme geführt. Kooperation, Kollegialität, Mitmenschlichkeit, Solidarität und gegenseitige Rücksichtnahme sind Basis des Miteinanders. Die Lehrer haben zum großen Teil beratende Funktion. Sie werden durch Supervision und Teamgespräche entlastet und gefördert. Die Leistung der Kinder wird auf der Basis der Individualnorm eingeschätzt, nicht auf der Basis von Noten. Vor den Prüfungen wird auf diese „hintrainiert“. Es gibt keine Klassen, nur Gruppierungen, und kein „Sitzen bleiben“. Die Kinder lernen altersgruppenübergreifend, gemischt und können somit voneinander profitieren und füreinander da sein. Kinder lernen von Kindern am besten. Der Lehrer beachtet den von den Schülern selbstgesteuerten Lernprozess und unterstützt diesen. Ein institutioneller Charakter der Schule ist nicht erwünscht sondern eine persönliche, vertrauensvolle Atmosphäre, die sowohl anregend ist als auch Platz für Rückzug lässt. Die Philosophie der Schule „Abenteuer Lernen“ besagt, dass jeder Mensch mit einem „inneren Bauplan“ zu einer bestimmten Arbeit geboren wird. Jeder Mensch trägt die dazu erforderlichen Potentiale, die Fähigkeiten und Talente, die es zu wecken gilt, bereits in sich. Diese Theorie schließt eine Gleichbehandlung von Schülern aus. „Jeder ist zu einer ganz bestimmten Arbeit berufen und die Sehnsucht nach dieser Arbeit wurde uns ins Herz gelegt." Jalaluddin Rumi, Persischer Mystiker und Dichter des 12. Jahrhundert Organisation der Schule „Abenteuer Lernen" 08.00 - 08.30 Uhr offener Schulbeginn |