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| Von Vätern, Dingen und Glückskeksen |
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Donata Elschenbroich stellt ihre neuen Filme vorDrei neue Filme (2008) von Donata Elschenbroich und Otto Schweitzer.Vorgestellt in Previewfassungen von Donata Elschenbroich, mit Diskussion. In der Kindheit ist nach wie vor die Familie der maßgebliche Bildungsort. Viele Eltern in Deutschland sind angeschlossen an die neuen Diskurse über "frühe Bildung". Aber da sind auch die Eltern, belastete Familien, deren Energie nicht reicht für eine basale Versorgung der Kinder, und die Eltern, die zu wenig wahrnehmen von den geistigen Bedürfnissen ihrer Kinder. Eltern mit Migrationsgeschichte zum Beispiel haben meist hohe Bildungserwartungen für ihre Kinder. Aber sie erwarten alle Anregungen vom Kindergarten und von der Schule. Die Filme der entstehenden Reihe "Eltern als Bildungsbegleiter" zeigen beispielhaftes Lernen im Alltag: wie es unwillkürlich zustande kommt, und auch wie es angeregt werden kann durch "Elternhaus-Aufgaben". Die Kommunikation zwischen Erwachsenen und Kindern, beobachtet im Umgang mit den Alltagsgegenständen, den Werkzeugen, Instrumenten.... 1 Vater sein ist schön (Baba Olmak güzel sey) Adaptation einer türkischen Fernsehserie zur „neuen Väterlichkeit“ in der Türkei. Mit deutschen Untertiteln 2008 22 Minuten Die türkische Familienbildungsorganisation ACEV bietet an 22 Standorten der Türkei Kurse für Väter an: Selbsterfahrung - Erinnerungen an den eigenen Vater- Reflexion der modernen Vaterrolle und Erfahrungen mit neuen Umgangsformen mit Kindern – Zuhören lernen – Kindern in die Augen schauen – zwischen Strafen und Verwöhnen….Aus drei Stunden einer türkischen TV- Serie zu diesem Väterbildungs-Programm haben Donata Elschenbroich und Otto Schweitzer eine Kurzfassung mit deutschen Untertiteln produziert. Für die Familien mit türkischer Migrationsgeschichte sind Anregungen zu einem demokratischen Umgang mit Kindern möglicherweise wirkungsvoller, wenn sie nicht von der dominanten deutschen Mehrheitsgesellschaft ausgehen, sondern wenn die Eltern angeschlossen werden an die Modernisierungsbewegungen innerhalb der Türkei.
„Ich werde nie vergessen, was mir die Dinge beigebracht haben“ (Pier Paolo Pasolini). In „Wunderkammern des Lernens“ werden Alltagsgegenstände, Werkzeuge, Instrumente versammelt - Dinge, die nicht in allen Familien vorhanden sind, oder in ihrem Anregungsreichtum nicht erkannt werden. Aus diesen „Weltwissen-Vitrinen“ in Kindergarten und Grundschule leihen die Familien einige Male im Jahr einen Gegenstand aus, untersuchen ihn zuhause und zeichnen auf, was dabei herausgekommen ist. In einigen Bildungshäusern in Baden-Württemberg werden erste Erfahrungen mit solchen „Elterhaus-Aufgaben“ gesammelt, und Donata Elschenbroich und Otto Schweitzer kommen mit der Kamera dazu. Dübel, Zahnspiegel, Mörser, Rehgeweih, Stethoskop, Baumscheibe, Waschbrett… die Familien der Kindergarten- und Grundschulkinder vom Bildungshaus im Taubertal gehen den Dingen auf den Grund.
In einigen Münchner Kitas werden neuerdings zusätzliche warme Mahlzeiten am Nachmittag angeboten: weil die Kinder zuhause nicht regelmäßig, nicht ausreichend, oder nicht gesund genug ernährt werden. Das ist kein Armenspeisungsprogramm, sondern die Mütter sollen mit dem von ihnen verwalteten Etat selbst im Kindergarten kochen. Das tun sie mit Schwung und ausgezeichneten Ergebnissen. – Wie soll man das Wort „Armreif“ lernen, wenn man nie einen gesehen hat? Die Kontinentenkisten, die durch die Münchner Kitas wandern, sind mobile Wunderkammern. Auch hier kann etwas ausgeliehen werden, und eine türkische Familie übt am Wochenende mit Stäbchen zu essen….
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