Texte von E. P. Fischer Drucken

foto_ep_fischerÜber Ernst Peter Fischer

Erst Peter Fischer studierte Mathematik und Physik. Er lehrt Wissenschaftsgeschichte zunächst an der Uni Konstanz und jetzt in Heidelberg. Er ist als Publizist erfolgreich. 
Zum Beispiel: „Die andere Bildung – was man von den Naturwissenschaften wissen sollte“ und „Einfach klug“, ein Buch über gute Lehrer und darüber, was von der Schule bleibt. Im September erschien „Die Verzauberung der Welt – Eine andere Geschichte der Naturwissenschaften.“ ....


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Texte von Ernst Peter Fischer

Romantische Wissenschaft

Unerwartete Elemente bei einem rationalen Abenteuer

In seinem zitatenreichen Buch über die „Romantik“ stellt Rüdiger Safranski – was sonst? – auch den berühmten Satz des Novalis vor, der nach Auskunft des Autors „die beste Definition des Romantischen“ ist: „Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe“, so schreibt Novalis, „romantisiere ich es.“

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Ein großer Aufklärer für kleine Leute

Heinrich von Kleists Beitrag zur Bildung

Aufklärung beginnt mit einem Geheimnis – und liefert stets ein neues, wie jeder am Beispiel der Wissenschaft von der Natur nachprüfen kann. Wer etwa das Fallen von Äpfeln durch die Gravitation erklärt, ersetzt das Wundern über den schlichten Vorgang durch das Wundern über den knappen Begriff der Schwerkraft. Die Frage lautet dann nicht mehr, „Warum fällt ein Stück Obst?“. Die Frage lautet jetzt, „Wie kommt die Schwerkraft zustande?“, und daran rätselt die Wissenschaft bis heute herum. Sie gibt dafür Milliarden Franken für Forschungen am CERN aus und weiß, daß sich ihr nach jeder Antwort immer nur neue Fragen stellen und sie also wieder nur vor neuen Geheimnissen steht.

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Gespräch mit dem Enkel

Kinder fragen, und wie antworten wir?

„Die Fragen sind es, aus denen das, was bleibt entsteht,
denk an die Frage deines Kindes: Was tut der Wind, wenn er nicht weht“?
Schöne Zeilen von Erich Kästner, der uns leider die Antwort nicht verraten hat. Was tut der Wind wirklich, wenn er nicht weht? Oder weniger philosophisch und mehr physikalisch: Wie entsteht Wind? Warum weht er zum Beispiel immer vom Meer aufs Land und uns ins Gesicht? Wann zieht es in welchen Zimmern? Welche Kräfte formen eine Windhose? Und wie schaukelt sich ein Hurrikan auf?

Das sind Fragen, die sich stellen, wenn man ein Gespräch über Kästners Zeilen führt....

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Welche Naturwissenschaft braucht die Schule?


Vorschläge für eine fächerübergreifende und interdisziplinäre Vermittlung mit dem Ziel, die Neugierde zu bewahren, die Kinder von sich aus mitbringen

Aristoteles zufolge streben wir als Menschen von Natur aus nach Wissen, weil wir Freude an der sinnlichen Wahrnehmung der Welt – der uns umgebenden und hervorbringenden Natur – haben. Mit „aisthesis“ als dem griechischen Wort für die Wahrnehmung kann man also sagen, daß sich Menschen aus ästheti-schen Gründen um Wissen und Verstehen bemühen. Wenn wir dieser philosophischen Feststellung die alltägliche Beobachtung hinzufügen, daß wir als Kinder primär ästhetische – sinnlich orientierte – Wesen sind, die vielfach und umfassend Vergnügen an den Farben, Geräuschen, Düften und anderen Erscheinungen der Umgebung empfinden, in der sie groß werden und erste Erfahrungen machen, dann liegt der Schluss nahe, daß Kinder ästhetisch neugierig in die Schule kommen.

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Welche Naturwissenschaft braucht die Schule? 2010

Vorbemerkung für eine Bildungsanstalt: Einbildung und Ausbildung, Einfall und Ausfall

Sieben Antworten auf diese Frage lesen Sie hier

 

Das schwarze Loch im öffentlichen Diskurs

Über die mutwillige Missachtung einer Komponente der Geschichte

Vor rund vierhundert Jahren hat das stattgefunden, was Historiker die „Geburt der modernen Wissenschaft in Europa“ bezeichnen. Beigetragen hat dazu – neben dem Briten Francis Bacon, dem Deutschen Jo-hannes Kepler und dem Franzosen René Descartes – auch der Italiener Galileo Galilei, dessen 450ster Geburtstag in diesen Tagen gefeiert und in einigen Zeitungen erwähnt wird. Dabei geht man allerdings sehr viel mehr auf seinen Disput mit der Kirche als auf seine wissenschaftlichen Einsichten ein, zu denen etwa die Forderung der Galilei-Invarianz gehört, die physikalische Gesetze einzuhalten haben. Eine erstaunliche Idee, aber ich bin sicher, dass außerhalb der Physik niemand weiß, was damit gemeint ist

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Was in fünfzig Jahren passieren kann

Vom alten zum neuen „Bild der Wissenschaft“

Leuchtende Augen und ein klopfendes Herz – dies waren die Folgen der ersten Ausgabe von „bild der wissenschaft“, die der Autor der folgenden Zeilen im Jahre 1964 in der Hand hielt und die er wie einen Schatz heimführte und mit Spannung öffnete. Er war 17 Jahre alt und voller Begeisterung für die Wissenschaft seiner Tage und dem dazugehörigen Abenteuer des menschlichen Erfindungs-geistes überhaupt. 1960 hatte er zugehört, wie der längst legendäre Herausgeber von „bild der wissenschaft“, der unvergessene Heinz Haber, das neue Licht erläuterte, das als Laser in der Welt leuchtete und ungeheure Möglichkeiten eröffnete, zu denen operative Eingriffe in Augen ebenso zählten wie das Schneiden von Blechen...

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