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Sara Luig berichtet: Design Thinking - Folge 9 Drucken

Test your idea

gruppenarbeit_1_klLetzte Woche hatten wir eine sehr produktive Ideenphase für unseren externen Projektpartner. Um zu überlegen, wie wir Jugendliche langfristig an den Verein binden können, suchten wir nach einer Analogie. Wie würde Greenpeace vorgehen, um neue Mitglieder zu gewinnen, oder IKEA? So kamen wir auf Ideen wie die IKEA Family Card oder den typischen Greenpeace Straßenstand als neue Strategien für "Jugend unternimmt". Einfälle, die uns bei dem Gedanken an "Jugend unternimmt" allein sicher nicht gekommen wären.

gruppenarbeit_2_klAm Abend des nächsten d.school Tages stellten wir den ersten Prototypen unserer besten Idee vor: Jugendliche nicht in der Schule, sondern über ihren Verein dazu motivieren, unternehmerisch zu handeln.

Wir präsentierten ein Rollenspiel, um die Idee zu erklären. „Stellt euch vor, ihr seid in einem kleinen Dorf, irgendwo in Sachsen. Am Bahnhof steht ein verlassenes Gebäude mit der Aufschrift: Wie würdest du dieses Gebäude füllen? Zwei Chormitglieder sagen: Hey, hier könnten wir Proberäume einrichten. Die Theatergruppe sagt: Ein Kostümverleih!“ "Jugend unternimmt" könnte also anhand eines konkreten Projekts, wie der Einrichtung neuer Proberäume, Aspekte wie Finanzplanung und Projektmanagement an die Nachwuchsgeneration vermitteln.

prsentation_von_prototypen_2_klSoweit zur Idee. Doch wollen Jugendliche sich überhaupt im Verein engagieren? Haben die Vereine Interesse daran, der nächsten Generation organisatorische Abläufe des Vereins zu vermitteln? Wie würde ein Flyer aussehen, der an die Vereine geschickt wird?

Je konkreter die Idee wurde, desto schwieriger wurde auch der Prozess. Was motiviert junge Vereinsmitglieder, ein Projekt für ihren Verein zu erfinden? Wir entwickelten drei A4-Blätter mit drei Fragen:

1. Was sind eure Bedürfnisse/die Bedürfnisse des Vereins?
2. Was sind eure Fähigkeiten?
3. Welches Projekt würde helfen, eure Bedürfnisse zu erfüllen?

prsentation_von_prototypen_1_klUnd wiederum entwickelten wir einen Prototyp, um unsere Idee fassbar zu machen (s.PDF der Präsentation des Prototyps).

Der gnadenlose Praxistest steht uns noch bevor. Am kommenden Freitag werden wir mit Jugendlichen und Vorstandsmitgliedern, die in Vereinen engagiert sind, unsere Bewerbungsbögen testen. Wir wollen herausfinden, ob die Bögen verständlich sind, ob sie Jugendliche ansprechen und ob sie einen Verein dazu motivieren würden, an Jugend unternimmt teilzunehmen. Wir sind gespannt!

PS: Die Präsentation ist übrigens, wie jegliche Kommunikation an der d.school, auf Englisch. Denn Teilnehmer kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Ländern wie Brasilien oder Australien.

Der nächste Design Thinking Basic Track beginnt am 23. Oktober 2012. Wer sich bewerben möchte, kann das noch bis zum 31. Juli 2012 tun.

So sieht eine Protytyp-Präsentation aus: PDF der Präsentation des Prototyps

Wer neugierig geworden ist und vielleicht selbst mal an der d.school studieren möchte, kann sich bewerben unter: http://www.hpi.uni-potsdam.de/d_school/studium/bewerbung.html?L=0



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