Learning by doing!
Gerade bin ich vom ersten d.school Wochenend-Ausflug zurückgekehrt. Wir haben gesungen, getanzt und: gezeichnet und gebastelt – ganz nach Design Thinking Art. In einem Meer von Konfetti, Glitzer, Scheren und Papier haben wir künstlerische Kreationen kreiert und sind mit Perücke und Krawatte durch die Gegend gelaufen. So viel zum Thema Freizeit unter Design Thinkern.
Ansonsten hat in der d.school mittlerweile unser drittes Projekt begonnen. Zum ersten Mal arbeiten wir mit externen Partnern zusammen. Mein Team hat die Aufgabe, den Verein „Jugend unternimmt e.V.“ zu beraten. Der wünscht sich Unterstützung dabei, wie er Schüler für unternehmerische Fähigkeiten, wie Mut zur Umsetzung eigener Ideen, begeistern kann. Ein Vereinsmitglied hat uns das Projekt in der d.school persönlich vorgestellt. Und wir merken: Jetzt wird es ernst(er). Ein reales Problem von Menschen, die sich in einem Verein sozial engagieren. Und wir dürfen helfen! Das spornt an.
(Foto: Das Team von Sara. Sie selbst ist links oben zu sehen)
Trotz aller Motivation stoße ich aber auch auf Schwierigkeiten. Der Prozess selbst ist mir oft noch ein Rätsel. Da fühle ich mich wie ein fremder Tourist in einer großen Stadt, der die Orientierung verloren hat. Gerade recherchieren wir z.B. zu allen möglichen Themen, die in Zusammenhang mit Schülern und Unternehmertum stehen könnten. Mögliche Sponsoren, Schülerinteressen, Forscher im Bereich Entrepreneurship... Doch was davon wird uns weiterführen? Was erwartet uns hinter der nächsten Biegung? Ich hab noch keine Ahnung! Und das auszuhalten, fällt manchmal ganz schön schwer.
Gleichzeitigwende ich erste Design Thinking Elemente auch in anderen Bereichen an. In meinem Praktikum bei PlayDUcation, einem Start Up für spielerisches Lernen am Prenzlauer Berg, haben mein Praktikantenkollege und ich unser „Büro“ innerhalb einer Woche in ein wahres Spielzimmer verwandelt: Brainstorming mit Post-Its in 7 Minuten - und schon kleben bunte Post-Its an Schrankwänden, Türen und Fenstern. Das ist schneller Gedankenaustausch und hilft, um eine Menge Ideen zusammen zu tragen ohne endlos zu diskutieren.
Jeder Gedanke bekommt beim Brainstorming auch ein Bild. Denn Begriffe zu visualisieren ist für die Arbeit in Teams unschätzbar wichtig. Sobald ich am Whiteboard meine Worte mit Bildern oder einer Zeichnung deutlich mache, ist mir die Aufmerksamkeit der Gruppe sicher. Sie verstehen, was ich sage und können mir folgen. Ein Bild ist nämlich viel schneller verständlich als ein abstraktes Wort. Würde ich zum Beispiel von einem „Bett“ reden, würden drei Köpfe dabei garantiert an drei unterschiedliche Dinge denken, also Hochbett, Himmelbett oder Holzpritsche, obwohl ich eigentlich die Babywiege meine! Es geht also darum, durch Bilder die eigenen Gedanken möglichst klar auszudrücken, um sie anderen verständlich zu machen.
Und noch besser ist natürlich der Prototyp zum Anfassen. Bei PlayDUcation haben wir aus Material wie Pappe, Kleber und Zahnstochern Prototypen unserer Ideen gebaut. Unsere „Chefin“ Bea Beste konnte daraufhin unsere Spielideen gleich ausprobieren und testen, welche Spiele am meisten Spaß machen, den größten Lerneffekt haben, etc. Langweilige Präsentationen oder Verständnisprobleme? Fehlanzeige!
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