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Sara Luig berichtet: Design Thinking - Folge 10 Drucken

Alles hat ein Ende - Was bleibt?

cimg7574_klMitte Juli ist unser Design Thinking Kurs zu Ende gegangen. Klar stellt sich da die Frage: Was hat`s gebracht? Für mich? Für unser Team? Für Jugend unternimmt e.V.?

Die Mitglieder von „Jugend unternimmt“ haben sich wahrscheinlich gedacht, im schlimmsten Fall bekommen wir ein paar notdürftige Notizen über Youth Entrepreneurship,  im besten Fall die brandneue, innovative Idee, um finanzkräftige Sponsoren zu gewinnen und deutschlandweit bekannt zu werden. Letztendlich haben sie von uns die gesamte Dokumentation der letzten 6 Wochen mit Recherchen über Best Practice Beispiele, Interviews mit Schülern, Unternehmern und Eltern, sowie eine lange Liste mit Brainstorming Ideen und den Prototyp für unsere favorisierte Idee bekommen.

Bei unserem finalen Prototyp handelt es sich um drei neue Bewerbungsbögen, die Jugendliche nicht mehr darum bitten, gleich einen Business Plan für die Bewerbung zu entwerfen, sondern die wissen wollen: Was sind deine Träume und Talente? Wir empfehlen dem Verein, Jugendliche, die an „Jugend unternimmt“ teilgenommen haben, als Botschafter an ihre Schulen, Vereine und Freunde zurück zu schicken. Besser als jeder Flyer können sie mit ihrer Begeisterung vom Wettbewerb erzählen und  ihre Freunde dazu motivieren, ebenfalls am Wettbewerb teilzunehmen.

Wer nach 6 Wochen ein glänzendes Endprodukt erwartet hat, mag enttäuscht sein. Auch ich finde unsere Idee nicht bahnbrechend, außergewöhnlich, innovativ. Doch das ist überhaupt nicht schlimm, denn für mich liegt das Geheimnis weniger in der Idee, als im Tun. Wenn ich während der Design Thinking Ausbildung etwas gelernt habe, dann das: Nimm die erste brauchbare Idee und fang an! Selbst aus der bedeutungslosesten Idee kann noch ein echtes Goldstück werden. Jetzt liegt es an „Jugend unternimmt“, unsere Idee zu nehmen und weiter zu verfeinern.

cimg7591_klWir im Team haben uns vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem Projektpartner gefreut. Im besten Fall hätten wir eng verknüpft mit den Vereinsmitgliedern unsere Ideen diskutiert und getestet, im schlimmsten Fall kaum Rücksprache mit ihnen gehalten. Am Ende tauschten wir hin und wieder Zwischenergebnisse aus. Eine echte Kooperation kam leider wegen der Distanz zwischen Erfurt und Berlin nicht zustande.

Für mich ist Design Thinking nicht nur ein Innovationsworkshop gewesen, sondern auch ein Kurs über Teamarbeit. Ich bin sensibel dafür geworden, was mich als eine an Menschen interessierte Lehramtsstudentin im Vergleich zur pragmatisch veranlagten Produktdesignerin oder zum unternehmerisch, rationalen BWL Studenten im Team auszeichnet. Die einzigartige Expertise, die jeder von uns gehabt hätte, spielte für die Design Thinking Arbeit leider noch keine große Rolle. Hier fände ich spannend zu überlegen, wie die Ressourcen im Team bei einem Projekt von Anfang an besser genutzt werden können.

Nach diesem Kurs kann ich sagen: Design Thinking ist keine Zauberei. Die Schritte sind für jeden leicht erlernbar. Es ist eine Methode, um in kurzer Zeit mit vielen Köpfen Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Doch auch für Design Thinking gilt: Übung macht den Meister!

 

…anbei noch ein kleiner Design Thinking – Teamtest :-)

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Wie viel Design Thinking steckt in uns?

Wir starten ernst und offiziell. Anzug und Krawatte!

Vs. Wir starten mit einem Bewegungsspiel. Lachen und Spaß!

Wir haben viel Zeit für eine Aufgabe. Endlose Diskussionen.

Vs. Wir begrenzen unsere Zeit. Fokus auf das Wesentliche!

Wir arbeiten im Sitzen. Entspannen und Abschalten.

                                                                              Vs. Wir arbeiten im Stehen. Ständig aktiv.

Wir arbeiten, auch wenn die Luft raus ist. Durchhalten!

Vs. Wir bewegen uns und spielen. PAUSE! 

Wir führen komplizierte Diskussionen. Ernsthaft und steif.

                                                                              Vs. Wir brainstormen mit allen. Effizient und vielfältig!

Wir perfektionieren unsere Idee zu 100%. Bloß keine Fehler!

                                               Vs. Wir testen den ersten Prototyp. Früh verbessern statt spät Scheitern!



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