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Rhythmen ganztägigen Lernens im Grundschulalter Drucken

lesen5von Julia Ziegler

Die Neumark-Grundschule in Berlin-Schöneberg ist ein Beispiel für eine gelungene Rhythmisierung des Unterrichts in jahrgangsübergreifenden Klassen und für eine den SchülerInnen zugewandte Zusammenarbeit von LehrerInnen und ErzieherInnen.

Die Neumark-Grundschule ist eine gebundene Ganztagsschule im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Ihr Einzugsbereich liegt in einem sogenannten „innerstädtischen Gebiet mit besonderem Entwicklungsbedarf“. In dieser Grundschule lernen derzeit mehr als 300 Kinder, 98 Prozent davon haben einen Migrationshintergrund. Überwiegend sind die Kinder türkischer und arabischer Herkunft. Kooperationspartner der Neumark-Grundschule ist das Pestalozzi-Fröbel-Haus.

Seit Beginn der Zusammenarbeit mit dem Pestalozzi-Fröbel-Haus (PFH) werden zentrale Elemente des vom PFH vertretenen Early Excellence-Ansatzes in der Schulanfangsphase eingeführt. Dazu gehören die Wahrnehmung der individuellen Kompetenzen und Potenziale der Kinder, die Einbeziehung der Eltern in gemeinsame Lernprozesse und die Öffnung hin zum Stadtteil. Die Verknüpfung aller drei Aspekte ist im Elementar- und Primarbereich die wesentliche Voraussetzung, um Kinder gezielt und differenziert fördern zu können.

lernen1027 LehrerInnen und 21 ErzieherInnen des Pestalozzi-Fröbel-Hauses (PFH) arbeiten in der Neumark-Grundschule – gemeinsam haben sie die Schule in den letzten Jahren neu gestaltet. Anders als in vielen anderen Schulen übernehmen ErzieherInnen hier im Tandem mit der Lehrerin / dem Lehrer auch Aufgaben im Unterricht. Gemeinsam wurden die Räume für den Schuleingangsbereich umgestaltet und der gesamte Tagesablauf rhythmisiert. Letzteres bedeutet, dass der Schulalltag sich nicht aufspaltet in die Bereiche „Lernen am Morgen“ und „Freizeit am Nachmittag“, sondern dass sich der Tag wesentlich abwechslungsreicher gestaltet. Intensive Lernphasen wechseln sich ab mit Phasen der Erholung, auf Konzentration folgt Entspannung, individuelles Lernen und Arbeiten in der Gemeinschaft sind gleichermaßen wichtig. In der Eingangsstufe ist der Unterricht jahrgangsübergreifend, d.h. je nach Entwicklungsstand können die Kinder die ersten beiden Klassen in einem Jahr, zwei oder drei Jahren absolvieren.

Darüber hinaus kooperiert die Neumark-Grundschule eng mit diversen PFH-Einrichtungen in ihrem Umfeld, zum Beispiel gehören dazu Familientreffs, offene Kinder- und Jugendarbeit, der Kinderzirkus Juxirkus und Familienberatung. Teilweise finden deren Angebote in der Schule selbst statt.

Eine anschauliche Dokumentation des Schulalltags der Neumark-Grundschule stellt der Film „Schule für Kinder – Rhythmen ganztägigen Lernens im Grundschulalter“ von Sabine Hebenstreit-Müller und Bina Mohn dar. Hier wird der Unterricht in der „Drachenklasse“, flexible Eingangsstufe 1 und 2, mit der Kamera begleitet. In den Teilen Lernen, Lesen und Leben geraten Lernklima und Rhythmen einer Ganztagsschule in den Blick: offener Anfang, Morgenkreis und Lernwege; Lesezeit und Lesenacht; Pausen, Schulstation und Spielzeit. Fachlich begleitet und analysiert wird die Dokumentation von Prof. Dr. Marianne Horstkemper von der Universität Potsdam.

Mehr zu: „Schule für Kinder – Rhythmen ganztägigen Lernens im Grundschulalter“ von Bina Elisabeth Mohn und Sabine Hebenstreit-Müller auf www.visuelle-ethnographie.de , E-Mail Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können , Tel: 0551 - 277 98 00

Wenn Sie weitere Informationen zur Arbeit in der Neumark-Grundschule erhalten möchten, wenden Sie sich bitte an:

pfh-berlin





Julia Ziegler
Pestalozzi-Fröbel-Haus
Öffentlichkeitsarbeit
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