Zeiten und Umgangsformen kultivieren: Rituale, Regeln, Religionen, Rhythmen, Ganztag, Zeiten ...
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von Julia Ziegler
Die Neumark-Grundschule in Berlin-Schöneberg ist ein Beispiel für eine gelungene Rhythmisierung des Unterrichts in jahrgangsübergreifenden Klassen und für eine den SchülerInnen zugewandte Zusammenarbeit von LehrerInnen und ErzieherInnen.
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"Wir wollten montags mit der Schule beginnen, ohne dass wir Schule machen" Alfred Hinz beim Kongress "Treibhäuser & Co" im September 2007 über ein afrikanisches Begrüßungsritual, ein totes Pferd, den Marchtaler Plan, den Morgenkreis, Maria Montessori und die vier R's der Schulkultur: Reviere, Regeln, Rituale und Rhythmus. |
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Woran erkennt man eine gute Schule? An Fächerprofilen? An den Schülerleistungen? An der Lehrerzufriedenheit? Auch. Aber übergreifend ist die Atmosphäre. So schnell man sie spürt, denn sie färbt alles, so schwer lässt sie sich definieren. Die R-Wörter helfen: Rhythmen, Regeln und Rituale – auch Reviere und manchmal auch Rock`n`Roll. |
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Ein innovatives Unterrichtsmodell an der Berufsschule von Raimund Pousset Zeit schaffen für selbstorganisiertes Lernen in extracurricularen Kursen? Das klappt in der Peter-Bruckmann-Schule, einer Berufsschule in Heilbronn, seit 2005, weil man die 45-Minuten-Stunden auf 40 Minuten kürzt und blockt: zu Doppelstunden, Tages- oder Wochenendseminaren. Das verändert Lehrer- und Schülerrolle deutlich! Die SchülerInnen finden es Klasse, die Lehrkräfte fühlen sich zusätzlich belastet – sind aber trotzdem zufriedener. |
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von Sieglinde Geisel für DeutschlandRadio Kultur Wir wissen nicht, wie es vor Tausenden von Jahren dazu kam, dass die Menschen das Rad erfanden. Wir wissen nur dies: Die Menschen hatten damals viel Zeit, freie, unbesetzte Zeit, in der sie nichts "tun" konnten - nur schon, weil es nach Einbruch der Dunkelheit dunkel blieb. |
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Der "Marchtaler Plan" an der Bodensee-Schule St. Martin von Alfred Hinz Auszug: Ja, unsere Kinder sind die „Standards“! Von nun an benutze ich diesen Begriff in Verbindung mit Kindern nicht mehr! Was treibt einen Staat um, dem nichts Besseres einfällt, wenn er denn die Qualität seiner Schulen verbessern will, als „Standards“ zu formulieren. Wie kann man nur glauben, dass bessere Schülerleistungen durch Standardisierung und Normierung erreichbar wären! Warum will eine freiheitlich demokratisch verfasste Gesellschaft Bildung standardisieren, führt das nicht über Uniformität zur Gleichschaltung? Welches Menschenbild steckt dahinter? Erziehung und Bildung hat mit Menschen zu tun! |
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