Protokoll der Gründungsversammlung der adz - Regionalgruppe „RheinMain Drucken
vom 28.9.2009 in Offenbach am Main:

Das Gründungstreffen der adz-Regionalgruppe „RheinMain“ fand am Montag, den 28.9.2009 im Offenbacher Mehrgenerationenhaus „Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Sandgasse 26“, einer Einrichtung des Jugendamtes der Stadt Offenbach, statt. 32 Personen waren an diesem Abend anwesend. Die Liste der potentiell an einer Regionalgruppe Interessierten ist jedoch größer. Mit 41 Adressen, die wiederum zum Teil für mehrere InteressentInnen stehen, gibt es derzeit (Stand: 8.10.2009) einen Pool von über 50 interessierten Personen.

Entsprechend des Anmeldungsrücklaufes und des dabei erkennbaren breiten Spektrums unterschiedlichster Arbeitsfelder und Interessensgebiete wurde der Ablauf des Abends gestaltet. Nach der Begrüßung durch die InitiatorInnen Irene Wurst (Kultur- und Bildungsstätte Schloß Freudenberg) und Michael Koch (Initiative für Kultur- und Bildungsarbeit & Jugendamt Stadt Offenbach) wurden die Anwesenden durch einen 20 minütigen Ausschnitt aus Reinhard Kahls Film „Wir können auch anders“ auf den Abend eingestimmt, um in Anschluss an eine Kurzvorstellung des Mehrgenerationenhauses „KJK Sandgasse “ und dessen Arbeit.

in einer Vorstellungsrunde die Interessen und Erwartungen der Anwesenden an einer zukünftigen adz-Regionalgruppe „RheinMain“ zu eruieren. Alleine die Unterschiedlichkeit der jeweiligen Arbeitsfelder machte dieses Vorgehen notwendig, reichte doch das Spektrum  vom „Elementar- und Schulbereich“ über die Bereiche „Jugendhilfe“ , „freie lokale Initiativen“ und „Kultur & Bildung“  bis hin zu den Bereichen „Neue Medien“, „Fortbildung“, „Fachverlage“ , „Beratung & Therapie“ etc. 

Als potentielle Themenschwerpunkte kristallisierten sich dabei u. a. folgende Bereiche heraus:

  • Individualisierter Unterricht, individuelle Lernformen, individuelle Förderung, Lernen
  • Wie kann  Schule zum Ort werden, der Menschen gut tut (Schule als Ort von Entwicklung statt Segregation, Inklusion statt Exklusion, Schule als Ort respektvollen Umgangs, Schule als Ort zwischen Demotivierung und Motivierung…)
  • Elementarbereich (Kooperation mit Schule, Projekte, Übergang Elementarbereich zur Schule)
  • Kulturelle, musisch-ästhetische Bildung (soziokulturelle lokale Netzwerke; soziokulturelle Kunstprojekte; zur Bedeutung von Kreativität, Kunst & Kultur an Schulen, im Elementarbereich, in Einrichtungen der Jugendhilfe und im Gemeinwesen)
  • Kooperation & Kooperationsbarrieren (sogenannte DRITTE an die Schule oder in Jugendzentren, Koop.barrieren zwischen Schule, Elementarbereich und Jugendhilfe
  • good practise & Stolpersteine (von gelungenen Projekten lernen, Anschub für die eigene Kreativität, wie lassen sich Hindernisse und Stolpersteine beseitigen/umgehen?)
  • was benötigen junge Menschen für ein gelingendes Leben in einer immer unübersichtlicheren und verunsichernden Phase gesellschaftlicher Um- und Entstrukturierungen?
  • Professionalität: Selbstreflexion, Arbeit an der eigenen Haltung und Einstellung, Kompetenzbedarf…
  • Austausch, Dialog, Ermutigung, Energie zusammenbringen, Abstand vom Alltag, Inspiration

In einer anschließenden Runde wurde das weitere Vorgehen und das Selbstverständnis der adz-Regionalgruppe besprochen. Eingangs wurde bereits darauf hingewiesen, dass es da seitens der InitiatorInnen keinerlei „hidden agenda“ gibt. Aus einer Regionalgruppe können z.B. themenorientierte Untergruppen hervorgehen, die auch über die Regionaltreffen hinaus arbeitsfähige Strukturen aufbauen und das bei Regionaltreffen Themenschwerpunkte auch bearbeitet werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit sich gemeinsam Filmbeiträge anzusehen und diese vor dem Hintergrund der jeweiligen eigenen Praxis zu diskutieren (Vorschlag: Freiburger Vortrag Gerald Hüthers „Ohne Gefühl geht gar nichts! – Worauf es beim Lernen ankommt“), ReferentInnen zu bestimmten Fragen oder best practise-Projekten einzuladen, Exkursionen zu planen und durchzuführen oder auch eine regionale Fachtagung zu organisieren.

Die Anwesenden einigten sich darauf, die Regionalgruppe als offenes Netzwerk zu verstehen, das zum einen  die eben beschriebenen Möglichkeiten umfasst, dass aber auch Rahmen kollegialer Beratung und  Informationsbörse sein kann.

Beim 2. Regionalgruppentreffen stehen u.a. folgende Schwerpunkte zur Diskussion:

  • Individualisierter Unterricht, individuelle Lernstrategien etc.
  • Erfahrungsaustausch bei der Planung und Durchführung von „Stärken – vor – Ort – Projekten“

Für die Weiterarbeit der Regionalgruppe werden  engagierte  Mitschaffende gesucht, die Auf- und Ausbau, Strukturierung & Planung der Arbeit verantwortlich mitgestalten.

Nächstes Treffen:

Kultur- und Bildungsstätte „Schloss Freudenberg“ , Freudenbergstr. 220 – 226, Wiesbaden

Montag, den  23.November 2009 um 19:00 Uhr

Weitere Termine, die für adz-Mitglieder interessant sein könnten:

  1. Freitag, 30. Oktober 2009, Offenbach am Main, Bachschule, Friedensstraße 81, Aula 14 – 16:30 Uhr Fachgespräch „Schulentwicklung zwischen kultureller Bildung und Prävention – Schulkultur und Kulturschule, Chancen für Bildung, Integration und Prävention. Vortragsinputs von Dr. Michael Koch/Jugendamt Stadt Offenbach (Schulkultur und Gewaltprävention – Parameter auf dem Weg zu einer anderen Schule) und Prof. Dr. Max Fuchs/Präsident des Dt. Kulturrats, Leiter Akademie Remscheid, Vorsitzender der Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung (Kulturschulen – zur Bedeutung kultureller Bildung im Schulalltag und als Element von Schulentwicklung) - Keine Teilnahmeunkosten, Akkreditierung der Tagung ist beim HKM beantragt
  2. Montag, 9. November 2009, Offenbach am Main, Rathaus, Berliner Str. 100, Stadtverordneten-sitzungssaal, 13:30 Uhr bis 18:30 Uhr - 4. Fachtagung „Gewalt & Gewaltprävention“ – Schwerpunktthema „Schule als soziales System: Sozialtrainings, Soziales Lernen und Erziehungskompetenz von Schule“. Vorträge von Prof. Dr. Franz Petermann/Universität Bremen (Verhaltenstrainings an Schulen – Voraussetzungen, Grundlagen, Chancen und Grenzen), Christian Rauschenfels/SinnStiftung München (Das Projekt „Klasse!Team“ zur förderung sozialer Gruppenprozesse), Dr. Peter Bieniussa/Staatliches Schulamt Stadt und Kreis Offenbach (Erziehungskompetenz an Schulen) -Keine Teilnahmeunkosten, Akkreditierung der Tagung ist beim HKM beantragt

Bei Interesse bitte für beide Tagungen umgehend anmelden!!!

Protokoll: Michael Koch



Technische Umsetzung und Joomla-Support von 2st-online.de