| Protokoll der 4. Sitzung der adz – Regionalgruppe RheinMain am 3.Mai 2010 |
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Zu Beginn möchte ich mich bei Norbert Handwerk bedanken, der das Treffen in der Walldorfschule in Oberursel ermöglichte und nach einer interessanten Begehung des Schulgeländes und einzelner Klassenräume für unsere Fragen zur Verfügung stand. Im ersten Teil der Sitzung wurden wir von einem langjährigen Lehrer der Schule durch das Gebäude und das Außengelände geführt. Die unterschiedliche Gestaltung der Klassenräume macht das Anliegen der Walldorfpädagogik deutlich, Schüler in ihren jeweiligen kognitiven, seelischen und körperlichen Entwicklungsphasen anzusprechen und zu fördern. Das Konzept des Klassenlehrers, das Nichtvorhandensein von Arbeitsblättern und Lehrbüchern, der Schulgarten, die Werkstätten, ungewöhnliche Heftformate,…Viele Gestaltungsmerkmale waren erfahrbar und konnten während der Führung erläutert werden. In der anschließenden Gesprächsrunde wurden folgende Themen angeschnitten: • Wo findet das ‚Dialogische’ in der Walldorfpädagogik seinen Raum? • Die Problematik der ‚Passung’ bei dem engen Lehrer-Schüler Verhältnis. • Welchen Stellenwert hat neben seelischen Reflexionen(Zeugnisspruch) die kognitive Reflexionsfähigkeit? • Bedeutung neuer Medien in der Walldorfschule. • Interne Organisation, Gehaltsstruktur und Arbeitszeiten. u.v.m.
Aus der Diskussion der Anwesenden entstand ein Profil: Die Treffen sollen weiterhin in wechselnden pädagogischen Einrichtungen stattfinden. Zum Ende jedes Treffens kann ein Teilnehmer die Bereitschaft signalisieren, den folgenden Termin auszurichten und sowohl die Räumlichkeiten als auch das Konzept, die Leitbilder, den Anspruch oder die Vision erfahrbar zu machen. Der Focus der ‚Besichtigung’ und des Gedankenaustausches soll auf ‚Individualisierung’ liegen: Inwieweit ist Individualisierung ein Thema in dieser Einrichtung? Woher kommt dieser Impuls? Ist Individualisierung räumlich aufgegriffen? Wird die Auswahl der Arbeits- und Lernmittel unter dem Aspekt Individualisierung getroffen? Welche Erfahrungen gibt es? Welche Bereiche in der Einrichtung wurden zeitlich, räumlich, organisatorisch umgestaltet um dem Anspruch nach Individualisierung gerecht zu werden?
Wenn möglich soll der 6-wöchige Rhythmus beibehalten werden. |
