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Natur spielen Drucken

zickenalarmVor über 40 Jahren wurden die ersten Jugendfarmen gegründet. Kindern und Jugendlichen stehen dort Gestaltungsmöglichkeiten offen, die heute – insbesondere in Großstädten – sonst meist verloren gegangen sind. Hier können sie Erfahrungen machen, die sie stark machen für ein selbstbestimmtes, reflektiertes Leben, gegen zerstörerische Gedanken und Gefühle.

Ein Dokumentarfilm, der auf Youtube veröffentlicht wurde, zeigt nun fünf unterschiedliche Jugendfarm-Konzepte.

Konzentration, Ausdauer, Geduld und Empathie, naturwissenschaftliche Phänomene und -Regeln erkennen, Herausforderungen annehmen, den Umgang mit Scheitern und Erfolg erlernen, Interessen entwickeln – all das sind Erfahrungen, die Kinder auf Jugendfarmen und Aktivspielplätzen im Spiel machen. So werden Kinder stark fürs Leben.

Der Film „Spielen fürs Leben“ zeigt den Platz „Kolle 37“ im hochverdichteten Berliner Prenzlauer Berg, die Farm Stuttgart-Möhringen mit ihrem breiten Tier- und Handwerksangebot, den „Roten Hahn“ in Lübeck, wo historische Bauten entstehen, das therapeutische Reiten auf Deutschlands erster Jugendfarm in Stuttgart-Elsental und die Kooperation der Jugendfarm Bonn im Rahmen der Offenen Ganztagsschule.

Hier können sie nach Herzenslust Pferde striegeln oder Esel füttern, hämmern, spinnen, drechseln, forschen. Auf diesen pädagogisch betreuten Spielplätzen lernen und entdecken Kinder Enormes, hier finden sie, was in der Schule zu oft fehlt: bedingungslose Zuwendung, vorbehaltlosen Respekt, Freiheit ohne permanente Beobachtung.

Es werden Bedürfnisse befriedigt, die evolutionär geprägt sind: Erlebnishunger, Forschergeist, Neugier, Bewegungsfreiheit. Kinder lernen, sich etwas zu trauen und sich selbst etwas zuzutrauen. 



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