| Keine Angst vor der Angst |
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theater träumt schule vom 18. - 20.11.11 in den Münchner Kammerspielen
Welcher Ort wäre dafür besser geeignet als das Theater?
Aus dieser Idee entstand 2009 zusammen mit dem Stadttheater Freiburg das Archiv der Zukunft - Projekt „theater träumt schule“. Ein Wochenende mit Vorträgen und Workshops in allen Räumen vom großen Haus bis zum Malersaal und der Metallwerkstatt. Das Theater war voll am Sonnwendwochenende in Freiburg (Fotogalerie).
Im September 2011 startete „theater träumt schule“ auf Kampnagel in Hamburg mit einem Vortrag von Gerald Hüther und dem chinesischen Bildungsforscher Ke YU aus Shanghai. Und nun vom 18. bis 20. November in den Münchner Kammerspielen Vorträge und Theaterstücke, Workshops und Diskussionen im ganzen Haus. Das Programm finden Sie hier. (Das pdf oder den Link bitte weiter schicken und ums weitere Weiterschicken bitten!!!) Wie kam dieses Wochenende zustande?
Rainer Schweppe, der neue Schulreferent der Stadt ist schon länger Mitglied im adz. Als er vom Stadtrat zum Chef der Münchner Schulen gewählt wurde, meldet er sich mit dem Wunsch: "theater träumt schule" auch in München zu machen. Zugleich mit Rainer Schweppe kam Johan Simons, der neue Intendant der Kammerspiele, nach München. Er machte die Idee nach ersten Gesprächen im Sommer 2010 zu seiner Sache.
Beginnt mit der Schule der gefürchtete Ernst des Lebens oder eine Vorfreude der Kinder auf sich selbst? Wird dort mit dem späteren Leben gedroht oder werden die Kinder ins Leben eingeladen? Sind Fehler verboten oder werden Schüler ermutigt, Neues und Eigenes zu wagen? Die Gesellschaft führt über Bildung ein heimliches Selbstgespräch. Wie wollen wir leben? In der Erziehung liegt unsere kulturelle DNA offen. Sie ist im Umbau. Und deshalb sagen die Kammerspiele, das Schulreferat der Stadt und das Netzwerk Archiv der Zukunft:
Wir laden SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern, StudentInnen, PädagogInnen und WissenschaftlerInnen, Künstler, Handwerker und Unternehmer zu einem gar nicht utopischen Kongress in die Kammerspiele ein. Auf seiner Sitzung im September hat der Stadtrat der bayrischen Hauptstadt beschlossen, dass München Mitglied im Archiv der Zukunft wird. Fotos: (c) Joachim Stockert (Fotos 1+2), Alfred Holzbrecher (Foto3) |

Wenn die Schule erneuert werden soll, müssen neue Ideen vom Lernen und Geschichten vom Gelingen gesammelt und diskutiert werden. Der Diskurs braucht Orte. Und neben der Debatte und dem Denken darf auch geträumt werden, denn wir brauchen andere Bilder von der Schule und vom Lernen als die eingefleischten.
Es folgte ein ähnliches Projekt Anfang 2010 im Theaterhaus Gessnerallee in
Wie sähe denn eine Schule aus, in der Kinder Angst haben dürfen, wie Schauspieler Lampenfieber vor dem Auftritt? In der sie aber keine Angst vor der Angst haben müssen! Denn die Angst vor der Angst verführt dazu, sich zu verstellen. Der schulische Bluff ist eine lernfeindliche Haltung. Am Ende erinnert dann das Lernen vieler Schüler und Studenten an Bulimie.