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Künstler, Handwerker und andere Dritte... |
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... bringen Leben in die Schule
Es gibt kaum einen Bereich, der so mit Erwartungen an das Lösungspotential des Staates geknüpft ist, wie die Schule. Auf die historischen Gründe soll hier nicht eingegangen werden. Der Artikel 7 des Grundgesetzes wird traditionell als Begründung für die Gestaltungshoheit des Staates begriffen. Dies hat geradezu zu einer Entfremdung gegenüber dem eigenen Bildungsprozess geführt, Bildung als höchst persönlicher Aneignungsprozess der Welt ist als Sichtweise dabei unterbelichtet. Bildung wird auch zu wenig als gesellschaftliche Aufgabe verstanden. Diese Konstruktion der staatlichen Gestaltungsmacht hat auch dazu geführt, dass Bildung weitgehend staatlichem Personal überantwortet wird und damit praktisch zu einer in sich geschlossenen Insiderveranstaltung. Von der Schule über die Hochschule wieder in die Schule ist die Laufbahn der meisten Lehrkräfte, Rahmenpläne werden wiederum ebenfalls von Bildungsfachleuten – von Insidern für Insider gemacht. Diese Entwicklung hat eine große Selbstbezüglichkeit der Schule zur Folge, zu wenig Lebensnähe der Curricula und mangelnde Eigenverantwortung gegenüber Bildungsprozessen.
Um diesen Prozess aufzubrechen ist es hilfreich, dritte Personen mit vielfältigen Kompetenzen, Handwerker, Wissenschaftler, Künstler, Sportler in die Schulen zu holen. Schulen aber auch für das bürgerschaftliche Engagement zu öffnen, die gesellschaftliche Verantwortung für Kinder und Jugendliche zu realisieren. Partnerschaften mit Betrieben können wirtschaftliche Kompetenz fördern, Bildungspaten können familiäre Defizite ein wenig ausgleichen. Genauso sinnvoll ist es, das Schüler wiederum Verantwortung in ihrem gesellschaftlichen Umfeld übernehmen und zum kommunalen Zusammenhalt beitragen. Schule kann damit ein soziales und kulturelles Zentrum in der Region werden, in denen die vielfältigsten Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen gefördert werden.
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