Im Konjunkturpaket II ist reichlich Geld für eine neue Schularchitektur vorgesehen. Doch wie werden die meist düsteren Backsteingebäude und kalten Betonbauten zu pädagigisch sinnvollen „Lernlandschaften“? Ideen und Konzepte hierzu liefert das Land Nordrhein-Westfalen.
Mit Hilfe des zweiten Konjunkturpaketes müssen Schulen sinn- und fantasievoll umgestaltet werden, fordert der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther. Ein Interview von Stephan Lüke.
Die Öffentlichkeit in Münster hat kaum davon Notiz genommen, dass parallel zu den Auseinandersetzungen um die Containerklassen in Hiltrup und Amelsbüren ein Impuls von Münster ausging, Schulbau neu zu denken. Vom 20. – 22. März bewies die Wartburg-Schule, dass sie nicht nur ein ausgezeichneter Lernort ist, sondern auch ein respektables Kongresszentrum.
auf ganztagsschulen.org am 31.3.09 von Peer Zickgraf
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten darf man die Schulen am wenigsten vernachlässigen. Von ihnen hängt es ab, ob die Probleme der Gegenwart und Zukunft bewältigt werden können. In Münster versammelten sich vom 20. bis 22. März 2009 rund 400 Pädagogen und Architekten, Kommunalpolitiker, Eltern sowie andere an Bildung und Schule Interessierte auf einem Konvent des "Netzwerks Archiv der Zukunft".
Experten wollen mehr Spielraum bei der Nutzung des Geldes aus dem Konjunkturpaket II zugunsten der Bildung. Die Kommunen sollen nicht nur in die energetische Sanierung, sondern auch in den Umbau zu Lernlandschaften investieren.
Baden-Württemberg ging in die Offensive und warb mit dem Satz "Sehr
guten Morgen, Herr Lehrer" auf Plakaten im ganzen Land für "Nachwuchs".
Nicht überall kam diese Kampagne gut an. Bei der
Kultusministerkonferenz (KMK) am 6. März 2009 in Stralsund einigte man
sich nun auf einen "fairen" Wettbewerb der Bundesländer untereinander.
Kulturzeit sprach mit dem Journalisten Reinhard Kahl.
Baut mit dem Konjunkturprogramm die Schulen um, fordern Experten. Doch das verbietet das Grundgesetz
taz online vom 23.3.2009 von Christian Füller
Der Lüdinghausener Bürgermeister ist konsterniert. "Was da abläuft, ist katastrophal", sagt Rochard Borgmann. Der Chef der Kommune im Münsterland meint die absurde Tatsache, dass der Bund mit einem Konjunkturprogramm 8,5 Milliarden Euro in die Sanierung von Schulen investieren wollte - und nun bemerkt: Es geht gar nicht, die Verfassung verbietet es.
Münstersche Zeitung am 21.03.2009 von Tobias Wesselmann
450 Pädagogen beraten an diesem Wochenende in Gievenbeck, wie man Schule zu einem besseren Ort des Lernens machen kann. Die Grundthese lautet: Kinder brauchen ein Basislager.
Die Milliarden des Konjunkturpakets könnten Deutschland nach Ansicht eines des bekanntesten Schularchitekten zu schöneren Schulen verhelfen. „Sie müssen zu einem Lebensraum werden“, sagte der Architekt und Design-Professor Peter Hübner in Münster.
SWR2 Impuls - Das Magazin für Neugierige und Wissensdurstige vom 20.03.2009 (7:48 min)
Der dritte Pädagoge - In Münster diskutieren Pädagogen
Politiker, Journalisten und Architekten über Schulgebäude, die die Kinder zum
Lernen ermuntern. Ralf Caspary im Gespräch mit dem Bildungsjournalisten
Reinhard Kahl, dem Initiator des Treffens.
Wer Schule zu Kraftorten machen will, der soll Konjunkturmilliarden nicht verkleckern, findet Architekt Peter Hübner: Das Klassenzimmer von gestern darf nicht Maßstab für das Lernen von morgen sein!