Kongress-Rückblick: Resonanz der Teilnehmer Drucken

großer Saal FestspielhausEine Gruppe von Pädagogen aus Bayern, die auf Einladung der Hermann Gutmann Stiftung beim Kongress war, hat während der Rückfahrt im Bus spontane Einfälle und Kommentare notiert. Eine Resonanz auf den Kongress, die für viele steht. 

pdf Rückmeldungen

Im Folgenden eine Auswahl der Rückmeldungen aus dem Onlinefragebogen.

Die vollständigen Rückmeldungen, die über den Online-Fragebogen bei uns (bis zum 30.10.11) eingetroffen sind, finden Sie unten als PDF.

Vielen Dank für die starke Resonanz, für Lob und Kritik, für Verbesserungsvorschläge und Ideen für die Zukunft des adz.

Was ich vom Kongress mitgenommen habe

  • viele gute Ideen - Anstöße, Bildungspolitik noch mal wieder ganz neu zu denken - viele neue Kontakte - ein ungeheures Schlafdefizit und durchgetanzte Schuhe!

  • ….dieser Kongress hatte viele Möglichkeiten, seinem Interesse zu folgen. Besonders gut gefiel mir die Mischung von Info, Beteiligung, gemütliche Pausen und der gemütliche Abend mit Essen und Tanz rundete die Veranstaltung in wunderbarer Weise ab.

  • Viele wichtige neue oder erneut vertiefte Informationen (-> Neurologie) und viele (selbst-) kritische Fragen an mich und meine Schule / meinen Unterricht....

  • Ich war vom Barcamp begeistert. Die Nutzung von Tablet-PCs und Twitter etc. parallel zum Kongress hat mich begeistert. Damit gewinnt man viel Transparanz zu den anderen Veranstaltungen und bekommt insgesamt viel mehr mit. Auch Diskussionen werden so angestoßen.

  • Dieser Kongress war einmalig er überstieg all meinen Erwartungen in jeder Hinsicht. Einfach nur ein sehr großer DANK an alle die dieses ermöglicht haben. Ich bin erfüllt, motiviert, glücklich, positiv gestimmt und habe den Auftrag mitgenommen "Diese Welt zu verbessern". Ich werde dazu weiterhin beitragen.

  • Impulse zu anderem Unterricht, neue wissenschaftliche Erkenntnisse, Informationen und Sensibilisierung zum Thema sexuellem Missbrauch

  • Begegnungen, Anregungen, (Peter Ausländer, D.Elschenbroich) gute Gepräche (mit sooo vielen, v. mit Christoph Plümpe bis spät nachts!), Hilfen, Motivation (auch durch entsprechende Veranstaltungen ...). Toll fand ich die Einrichtung der Küche und alles drumherum! Gut auch, dass andere Bereiche, der, die, das "dritte"stark einbezogen wurde! Zwar nicht vorrangig wichtig, aber echt auch klasse waren Essen und Trinken! Gut fand ich auch, dass das Thema Missbrauch-Reformpädagogik ... nun auch in den Blick genommen wurde. Allerdings wäre mir hier die Thematik "Nähe und Distanz" im Grundsätzlichen weiterhin und unabhängig von (notwendigen) Aufarbeitungsaktionen ganz wichtig, das ist noch nicht zu Ende gedacht , reflektiert (bei Herrn Füller brachte das leider nix...)

  • Genial war die Perfektion bei Unterhaltung und Essen. Dass dann das Programm chaotischer ablief, war für die Intelligenz der Praxis gut. Durch Chaos waren viele gezwungen eine lockere Haltung einzunehmen, und das hat allen gut getan.

  • Ich bin sehr zufrieden, die Veranstalter können sehr stolz und zufrieden sein. Die Tanzperformance bei der Eröffnungsveranstaltung war zu lang, aber selbst das hat das engagierte Publikum ausbalancieren können. … Die Gesamt-Atmosphäre ist unglaublich dicht und intensiv - wie ein gebündelter Laserstrahl. Die Erfahrung dessen ist ein Wert in sich: wie sehr Kooperation motiviert und Kräfte freisetzt. Also: ein tief empfundener, herzlicher Dank an alle Beteiligten, und insbesondere die Initiatoren!! 


Aber es gab auch Kritisches zu bemerken  


  • Schade, dass die Programmübersicht-Tabelle erst so spät mir in die Hände fiel, die Programm-Mappe war da zu unübersichtlich, nicht immer zur Veranstaltung Datum, Zeit und Ort angegeben, so merkte ich bei einigen Veranstaltungen, dass sie erst später oder an anderem Ort stattfanden als ich mir geplant hatte und dadurch anders Interessantes verpasste.

  • rechtzeitige Programmübersicht fehlte. Interessante Veranstaltungen konnte man nur zufällig finden (z.B. Austausch über Lehrerbildung). Ein gezielter Austausch oder gezielte Kontaktaufnahme mit an der gleichen Thematik Interessierten war oft Zufall!…. Viele reisten bereits am Freitag früh zu den Beibooten an. Hier fehlte jede Orientierung,  es wirkte alles sehr improvisiert, vor allem weil vorher keine organisatorischen Infos ankamen. Beim Festabend waren Gespräche aufgrund der Lautstärke kaum möglich, dabei sind diese gerade an der Stelle so ertragreich!

  • Der erste und letzte Tag war zeitlich nicht strukturiert. Der Freitag Abend sehr langatmig und unergiebig. Das Tanzstück völlig deplaziert (was mir für die Künstler leid tat). Es war mir zu viel Altherren-Eitelkeit zu spüren und die Optionen von 120 Jugendlichen am Kongress und Barcamp nur sehr gönnerhaft am Rande plaziert.

  • Kritik nur an der Organisation: (Zu) späte Informationen über das konkrete Programm, denn es ist für Vorbereitung und Koordination (auch mit teilnehmenden Kollegen) einfach hilfreich

  • Die großen Vorträge ließen wenig Raum für Diskussionen. Wirklich toll fände ich es, wenn es hinterher möglich wäre in kleineren Gruppen darüber zu diskutieren, mit Personen, die daran ebenfalls besonders interessiert sind - also Räume dafür bereit ständen, besonders wenn jeweils eine Person anwesend wäre, welche sich schon sehr intensiv mit Thema und Referenten auseinandergesetzt hat.

  • …. Mir waren es zuviele der "alten Männer - der Gurus" auf dem Podium und in den Workshops, mir fehlten junge Wissenschaftler/innen, die wirklich aktuell forschen. Mir fehlte eine Moderation und eine Zusammenführung der Ergebnisse. Keinerlei Zeit für Fragen nach den Vorträgen und Diskussion

  • …..Was war die Aussage des Tanzstückes? Dass der Schüler versuchen muss den Meister mit dessen Mitteln zu schlagen? Sind wir noch nicht weiter? Ansonsten fand ich beim letzten Kongress die Farbigen Zeichen auf den Namensschildern gut, die Frage dieses mal war wohl: Nach welchen Kriterien gibts mal Getränke umsonst, mal gegen Bezahlung und mal gar nicht ? Sehr nervig!

  • klareres Programm, Idee von Beibooten o.ä. um spezifische Themen auszudiskutieren ist gut, aber das müsste im Vorfeld besser bekannt sein, verschiedene "Blockbuster" liefen parallel (Hübner + Largo z. Bsp.), wenig konkrete Schulen, wenig "fundiertes", irgendwie war vieles so lala oder schon lange bekannt.....



UND Jede Menge Verbesserungsvorschläge

  • Bitte das Programm FRÜHER fertig haben und nicht erst 3 Tage vorher. Das verlangt von 1400 Menschen ein irres Vertrauen! Das bitte nicht überstrapazieren!

  • Tolle Ideen wie die Kongresszeitung bitte nicht einfach kommentarlos einschlafen lassen.

  • Organisation breiter aufstellen

  • ....den Kongress zeitlich ausweiten, um nicht so viele Veranstaltungen parallel laufen zu lassen, so dass man mehr Programmpunkte nutzen kann

  • Tagung sollte unter einem deutlich wahrnehmbaren thematischen Motto stehen. Die Workshops sollten unter dieses Motto eingebunden werden.

  • Zu bestimmten Zeiten stehen kompetente Leute - Schulgründer, Menschen, die gerade an einer Veränderung/ einem Umbau einer Schule beteiligt sind, Coaches o.ä. - für alle Fragen rund um die "Intelligenz der Praxis" zur Verfügung. Alle, die konkrete Fragen für ihre spezielle Situation haben (z.B. Wie könnte meine Schule an nötiges Geld kommen? Wie schaffen wir die ersten Schritte, vom 45-Minuten-Unterricht wegzukommen? Wie gehen wir mit den LehrerInnen um, die gar nicht begeistert von unseren Plänen sind?) können unangemeldet vorbeischauen und sich beraten lassen.

  • Wie wär's mit einem Schwerpunkt "Lehrerausbildung" für die Schule der Zukunft? Bin in der Seminarleitung eines Studienseminars für Gymnasiallehrer und glaube auch Fachleiterkollegen gewinnen zu können.

  • Ein Zeitfenster schaffen in denen sich Regionale-adz-Gruppen finden und austauschen können, damit wir unsere Ideen und Kräfte bündeln können und nicht als Einzelkämpfer nach einem so motivierenden Kongress weitermachen.

  • Die Profession der Person auf das Namensschild drucken, da ich dies in den Gesprächsrunden sehr interessant finde.

  • Vorstellen regionaler Initiativen... mehr dezentral. Alternative Ideen - zu Schule - Schule wirklich neu denken - außer institutionell.

  • Referenten nur referieren lassen, wenn sie auch in einen Workshop gehen und immer gewährleisten - Impulsvorträge übersetzen in: wie mach ich das praktisch?

  • Jedes Thema sollte einen gesonderten Ansprechpartner haben. Dieser sollte rechtzeitig bekannt gegeben werden und für spezielle (fachliche und organisatorische) Fragen erreichbar sein.

  • Es wär spannend, mal "die andere Seite", das Regelschulsystem und deren zentrale Vertreter einzuladen.



Anregungen für weitere Arbeit des Netzwerks

  • Es sollten mehr kleinere, regionale Netzwerktreffen in kürzeren Abständen stattfinden. Gerne erkläre ich mich bereit, eine Gruppe in Franken zu koordinieren. Stelle gerne auch meine Räumlichkeiten zur Verfügung.
  • Archive der Zukunft in Österreich und in der Schweiz müssen gegründet werden

  • Wir sollten mit den Pädagogischen Landesinstituten/Fortbildungsinstituten kooperieren. Dies gäbe den Lehrer/innen die Sicherheit, dass wir keine "Sekte" sind und dass diese Form der Schulerneuerung/-entwicklung mit den geltenden Landesgesetzen vereinbar ist. Ich bin sicher, dass die neue Direktorin des rheinland-pfälzischen Landesinstituts, Dr. Birgit Pikowsky, für so eine Kooperation offen wäre.

  • Für die Regionalgruppenarbeit wünsche ich mir konzertierte Aktionen wie den Kindertag 2008

  • Jetzt eine gute Reflexion und Veröffentlichung der Ergebnisse und Erfahrungen.

  • Themen des Kongresses in den Regionalgruppen aufgreifen, fortsetzen und vertiefen! Die Arbeit des Netzwerks muss politischer werden, um die artikulierten Notwendigkeiten in pädagogischen Institutionen auch auf den Weg zu bringen!

  • Macht weiter so!  Verpflichtet die Schulämter zur Teilnahme am Kongress!

  • Übersichtlichere Homepage, auf der man schneller aktuelle Dinge/Beiträge findet. Altes auch mal "rausschmeißen"! Mehr Lust machen, Beiträge zu schreiben durch klare Struktur!

Und hier das gesamte (bis 30.10.11) Kongress-Feedback,  dass uns über unser Online-Formular erreicht hat.

Fotos: (c) Alexander Luttmann


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