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Guter Kumpel, strenger Pauker, abwesende Väter |
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Missstände und Glücksfälle im
Generationverhältnis
Das Generationenspiel ist ins Stocken geraten: Erwachsene ziehen sich aus diesem Spiel zurueck, wenn sie sich auf ihre Jugendlichkeit kaprizieren, die so genannte Selbstverwirklichung kultivieren oder der Familie mit Ueberdruss begegnen. Jugendliche weichen dem Generationenspiel aus, indem sie sich an peer groups orientieren und unter sich bleiben. Die Gegenbilder, die man diesen Ausweichmanoevern entgegensetzen koennte, bleiben einstweilen noch blass und undeutlich. Ueblich ist die Flucht in Klischees, beliebt ist einerseits das Lob der Disziplin, andererseits die Idee, dass die Eltern und Erzieher die "besten Freunde" der Kinder sein sollten. Beide Strategien gehen am Verhaeltnis zwischen den Generationen vorbei. In seinem Vortrag versucht Dieter Thomae, diese Missstaende und Missverstaendnisse in der Erziehung zu identifizieren und zu ueberwinden. Seine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei einer Figur, die im Generationenspiel schon seit langem eine merkwuerdig zwiespaeltige Rolle zwischen Herrschaftsinstanz und Zaungast spielt: naemlich der Figur des Vaters. Im Ausgang von seinem gerade erschienenen Buch "Vaeter. Eine moderne Heldengeschichte" weitet er die Perspektive auf die Kunst der Erziehung insgesamt aus.
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