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Preis der Jury geht an das Genoveva-Gymnasium, Köln Drucken
genoveva-gymnasium_kölnAus der Laudatio

Eine Weltkarte in einer Schule ist nicht unbedingt etwas Besonderes. Wenn sie aber aufzeigt, woher 70% der Schülerinnen und Schüler her kommen – nämlich aus 40 verschiedenen Nationen –, dann ist das schon ungewöhnlich für ein deutsches Gymnasium. Auf diese Vielfalt macht die Eingangshalle des Genoveva-Gymnasiums in Köln aufmerksam. Diese Schule schafft es, in einer Umgebung, die von Kölnern ohne Migrationshintergrund kaum noch besucht oder gar bewohnt wird, Jugendliche unabhängig von ihrer Nationalität erfolgreich zum Abitur zu führen.

Sie bedient sich dabei zweierlei: Zum einen vermittelt sie den Schülerinnen und Schülern konsequent die deutsche Sprache, unterstützt durch computergestützte Lernprogramme, aber auch durch gezielte Sprachförderung in allen Fächern. Zum anderen hat sie ein Profilfach „Tanz“. Als durchgängiges zweistündiges Fach – unterrichtet von professionellen Tanzpädagoginnen – verbunden mit regelmäßigen öffentlichen Aufführungen gelingt es hier, die ganz verschiedenen Jugendlichen weit über das Tanzen hinaus zu fördern. Tanz erweist sich– gleichsam komplementär zu dem Sprachprogramm – als eine ideale Form, Menschen unterschiedlicher Kulturen emotional-körperlich und gemeinsam in Kontakt zu bringen. Das tänzerische Niveau ist hoch, zugleich individuell angemessen: Selbst der körperlich gehandicapte Schüler bekommt eine ihm gemäße Chance, mit zu tanzen. Und es geling sogar, sich zierende Jungen in der Pubertät in diesem Prozess nicht zu verlieren. Damit gelingt es der Schule, ein soziales Klima zu schaffen, das weit über die Tanzstunden hinaus wirkt und positiv die Lernmöglichkeiten der Jugendlichen unterstützt.




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