Flow-Wissenschaft Drucken

Plädoyer für ein Schulfach „Meisterung des Lebens“. Was die Pädagogik von der Flow-Wissenschaft lernen kann.

»Non vitae, sed scholae discimus« – Leider lernen wir nicht für das Leben, sondern für die Schule heißt es im Original schon beim jüngeren Seneca /4 – 65 n. Chr.) in Ep. 106.

Dass diese Feststellung in Schulen in der Regel genau umgekehrt zitiert wird, zeigt auf, wie schwierig es ist, sich mit einer ziemlich bitteren Wahrheit zu konfrontieren. Dass der kritische Kommentar bereits knapp 2000 Jahre alt ist, macht nicht gerade optimistisch, etwas daran ändern zu können. Aber zünden wir lieber die berühmte Kerze an als über die Dunkelheit zu klagen. Jedenfalls gibt es keinen Streit darüber, dass unter fühlbar immer größeren Unsicherheiten angesichts der extrem schnellen Wandlungen der Lebensumstände und Realitäten das große Thema Persönlichkeitsbildung eine ausschlaggebende Bedeutung für das Weiter- und Überleben bekommen hat. Die Vermittlung des Wissens wie die Entwicklung einer zukunftsfähigen Persönlichkeit unterstützt werden kann gehört in die Schulen und zwar an zentraler Stelle. Wir brauchen ein Schulfach Persönliche Meisterschaft.

Der Arzt und Autor Dietmar Hansch und der Unternehmensberater und Flow-Experte Gerhard Huhn haben konkrete Überlegungen zur inhaltlichen Ausfüllung ihres Vorschlages angestellt. Sie hoffen auf interessierte Teilnehmer in ihrem Workshop, mit denen sie zusammen Ideen zur Umsetzung entwickeln wollen. Vielleicht für ein Schulfach außerhalb der Schule? Möglicherweise lässt sich ein derartiges Konzept zunächst eher in Form eines Sommercamps realisieren oder in einer Reihe von Workshops mit Engagierten (Lehrern, Eltern, Praktikern aus dem Berufs- und Kulturleben, Mitarbeiter der Schulverwaltungen usw.)? Vor allem die ganz praktischen Aspekte der »Meisterung des Lebens« sollen im Vordergrund stehen. Selbst-lernen wie Selbstmanagement wollen eingeübt werden.

 



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