Der Kongress: Vorfreude, aber auch Not Drucken E-Mail
Newsletter vom 3.7.2008

Der Kongress: Vorfreude, aber auch Not

Die Vorbereitungen laufen gut, aber es gibt ein Geldproblem.

Fast 700 Teilnehmer haben sich in vier Wochen nach Veröffentlichung des vorläufigen Programms für den zweiten Kongress "Treibhäuser & Co." (2. bis 5. Oktober dieses Jahres am Bodensee) angemeldet.

Mancher fürchtet, alle Plätze könnten wie im vergangenen Jahr bereits belegt sein. Aber diesmal gibt es 1300 Plätze im Festspielhaus Bregenz und an den 13 Klausurorten rund um den Bodensee. Vor einem Jahr war die Zahl der Teilnehmer durch den größten Raum in der Hamburger Hochschule für Musik und Theater auf 450 begrenzt. 

Da das Programm überwiegend per Mail weiter verbreitet wird, sollten Sie bitte mit dieser Flüsterpropaganda nicht aufhören, zumal wenn Sie in Österreich, der Schweiz, Lichtenstein oder Südtirol leben. Das Papier zum Kongress und Selbstverständnis des Netzwerks sowie eine  Kurzfassung zum Download.

Wir freuen uns, dass Royston Maldoom, der aus dem Film Rhythm Is It bekannte Choreograf, den Abschlussvortrag hält. 

Jesper Juul wird neben seinem Vortrag auch einen Workshop machen. Thema: Ja und Nein sagen können – besonders in der Pubertät.

Aber uns ist auch ordentlich Wasser in den Wein gelaufen.

NOT

Vielleicht haben wir bei der Vorbereitung einen Fehler gemacht. So wie der Kongress geplant und durchaus sparsam kalkuliert ist, kosten die drei Tage pro Teilnehmer 410 €, Transporte und gutes Essen inklusive. (Die Kalkulation kann auf Anforderung zugeschickt werden.) Vor dem Start der Anmeldungen deuteten Umfragen, zuletzt beim Treffen der „Blick über den Zaun – Schulen“ darauf hin, dass dieser kostendeckende Beitrag viele Pädagogen abschreckt. Selbst eine Zwischenlösung von 350 Euro schien eine Grenze zu überschreiten. Wir haben daraufhin - vielleicht etwas fahrlässig - den Beitrag auf 290 Euro gesenkt und eine Lücke von 170.000 Euro in Kauf genommen. Das trauten wir uns zu, weil wir von allen Seiten hörten, was für ein tolles Projekt dieser Kongress sei. Da müsste es doch ein Kinderspiel sein, Spender und Sponsoren zu gewinnen. Aber nun zeigt sich, dass dem nicht so ist. Trotz vieler Bemühungen haben wir erst 50.000 Euro zusammen bekommen. Wir treffen auf großes Wohlwollen, hören inzwischen aber, dass wir spät dran sind. Die Etats seien verplant. Zu spät? Das wollen wir widerlegen. 

NOT-WENDIGKEIT

Was tun, damit der Kongress nicht verschoben oder womöglich sogar ganz absagt werden muss?

Wir versuchen mit aller Kraft Stiftungen, Firmen und auch einzelne Personen als Paten für eine größere oder kleinere Zahl von Plätzen zu gewinnen. Wir bitten sie das Defizit von 120 Euro pro Platz zu übernehmen und damit den Kongress zu ermöglichen.

Es gibt bereits stark ermäßigte Plätze für Studenten, Referendare und andere Niedrigverdiener für nur 145 Euro. Für die Subventionierung dieser Plätze haben wir bereits die Köck Stiftung aus Österreich und die Breuninger Stiftung aus Stuttgart gewonnen. Auch eine Reihe von Teilnehmern übernimmt schon Patenschaften für diese stark ermäßigten Plätze und erhöht damit deren Zahl. 
Nun wollen wir dieses Modell auf den ganzen Kongress ausweiten. 

PATEN ...

Wir bitten auch unsere Mitglieder, Kongressteilnehmer und die an unserer Arbeit Interessierten Paten zu werden. Bitte überlegen Sie, ob Sie sich das nicht leisten können. (Es kann eine 

bescheinigung ausgestellt werden. Wir sind als gemeinnütziger Verein in Deutschland anerkannt.) Wir bitten Sie auch, sich umzusehen und mögliche Paten anzusprechen oder sich vielleicht mit Ihnen zusammen zu tun. Viele kleine Hilfen bringen manchmal mehr als wenige große. Natürlich kann man sich gewissermaßen selbst adoptieren, also die Lücke des eigenen Platzes voll finanzieren.

Paten bitten wir, das Formular unten zurückzuschicken. Die Paten werden auf der Homepage genannt, es sei denn, sie ziehen es vor anonym zu bleiben. Und ganz im Vertrauen: jede Patenschaft vermindert das Fegefeuer um 100 Tage.

Die Wette lautet: Mit großen Paten (Stiftungen und Firmen), kleinen Paten (es gibt ja in allen Kreisen vermögende Menschen) und Vielen, die sich selbst überzeugen, werden wir die Lücke schließen. 

... UND BÜRGEN

Aber die Suche nach Paten könnte dauern. Wir brauchen deshalb einen doppelten Boden, der den Kongress schnell sichert und aus der Vorbereitung die Fragezeichen nimmt. Wir suchen Bürgen, die sofort Anteile am Fehlbetrag übernehmen. Wir sind uns sicher, dass am Schluss kein Bürge einstehen muss. Sollte es tatsächlich dazu kommen, wäre nicht die gezeichnete Summe, sondern ein prozentualer Anteil zu tragen, der sich aus dem verbleibenden Fehlbetrag und der gezeichneten Summe errechnet. Näheres zu dieser Konstruktion.

Das Risiko ist gering. Wir bitten Sie, jetzt möglichst schnell zu zeichnen. (Ebenso im Formular unten) Nochmals: Auch viele kleine Anteile sind wirksam. Wir brauchen jetzt schnell Sicherheit für die weitere Vorbereitung des Kongresses, schon damit die Energie in die Arbeit geht und nicht von Angstabwehr aufgefressen wird.

Wenn Sie jetzt finden, Sie sollten angesichts der Unsicherheit mit Ihrer Anmeldung lieber noch warten: Sollte der Kongress tatsächlich nicht zustande kommen, werden die Beiträge voll zurückgezahlt. 

Wir sind zuversichtlich, dass die Rettung gelingt,

außer unsere Zuversicht bremst Ihre Hilfsbereitschaft.

Also sind wir lieber nicht ganz so zuversichtlich!

WIR BRAUCHEN WIRKLICH HILFE!

 

Weitere Informationen in Sachen Kongressrettung finden Sie auf der Homepage
http://www.adz-netzwerk.de/bodensee-paten

 


===== > Abschnitt zur Antwort in Sachen Paten und Bürgen  < ========


Paten- und Bürgschaften für den Kongress
„Treibhäuser & Co 2008 – Herausforderungen“ 

Name: _____________________________________________

 
E-Mail-Adresse: _____________________________________

Ich übernehme für den Kongress

- _____ Patenschaften zu je 120,- Euro in Form einer Spende.

- eine Bürgschaft in Höhe von bis zu ________ Euro.

Ihre Zusage können Sie uns per E-Mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können , per Fax +49 (0)40 46 77 44 96 oder per Post an das Archiv der Zukunft – Netzwerk e.V., Eppendorfer Landstr. 46, D-20249 Hamburg schicken.

 


=====> Abschnitt zum Weiterleiten <========

Wenn Sie unsere Bitte weitergeben wollen und dafür ein Kondensat unserer Ideen brauchen:

Erneuern können sich Schulen nur selbst. Aber sie können das nicht allein. Sie brauchen Gesellschaft. Sie brauchen Ideen und Unterstützung, sie brauchen Aufmerksamkeit und Freundlichkeit. Vor allem aber brauchen sie den Austausch untereinander. Damit können sie nur selbst anfangen. Es wird Zeit, dass sich die Intelligenz der Praxis selbstbewusst und in Würde zu Wort meldet. Sollen Schulen gelingen, dürfen sie keine geklonten Exemplare eines „richtigen“ Modells sein. Jede lebendige Schule ist anders und doch sind sie alle verwandt. Man erkennt sie an „der Schönheit der individuellen Gestalt“, die Hartmut von Hentig „dem Ideal der Einheitlichkeit“ entgegen setzt. Werden sie institutionelle Individuen, gelingt ihnen etwas, das nur Individuen können: sie lernen. Das stärkste Gegengift zu Freudlosigkeit und Lernschwäche vieler Schulen sind Geschichten vom Gelingen. Sie werden jetzt vom Archiv der Zukunft – Netzwerk gesammelt.

Hartmut von Hentig, der Nestor der Pädagogik, schrieb über diese Passage aus dem Programmheft zum Kongress 2007, sie käme „einem Befreiungsschlag gleich.“ Der Text hat einzig den Nachteil, dass ausschließlich von Schulen die Rede ist. Es geht ebenso sehr um Kindergärten und alle anderen Bildungseinrichtungen. 

Ein Jahr nach dem Gründungskongress des Netzwerks Archiv der Zukunft wird nun am ersten Oktoberwochenende 2008, das in Deutschland wegen des Feiertags am 3. Oktober einen geschenkten Tag hat, der zweite Kongress stattfinden. Pädagogen aus vielen deutschsprachigen Regionen werden in dieser wahrhaft erogenen Bildungszone am Bodensee zusammen kommen. Das Festspielhaus Bregenz ist das Basislager. An einem Tag arbeitet der Kongress in Klausuren, die in Liechtenstein und der Zeppelin Uni Friedrichshafen, in der dortigen Bodenseeschule, in Salem und in der Primaria in St. Gallen sowie an acht anderen Orten stattfinden.

Im Zentrum des zweiten Kongresses stehen die Frühen Jahre als erste Chance und die Pubertät als zweite Chance. Der Kongress soll Menschen und Ideen zusammen bringen. Und am Abend soll er ein Fest sein. Schließlich wollen wir selbst die Art von Bildung inszenieren, die wir anstreben: Genauigkeit, Reflexion und Wissen. Lernen als Vorfreude auf sich selbst und als das Abenteuer von Kooperation.

„Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, sondern Flammen, die entfacht werden wollen.“
François Rabelais

Weitere Informationen und Anmeldung: http://www.adz-netzwerk.de/bodensee




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