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Zum
vierten Mal startet der größte und höchst dotierte deutsche
Schulwettbewerb "Der Deutsche Schulpreis". Bewerbungsende 30.9.2009!
Gesucht werden ab dem 15.
Mai 2009 unter dem Motto »Dem Lernen Flügel verleihen!« Schulen, die
herausragende pädagogische Leistungen vollbringen und öffentlich und
bundesweit Vorbilder für die Schulentwicklung in Deutschland sein
wollen.
Zielsetzung
Es gibt in Deutschland hervorragende Schulen, die pädagogisch
richtung-sweisend sind. Sie schaffen es, bei aller Unterschiedlichkeit
ihrer Rahmenbe-dingungen, für Leistung und Kreativität zu begeistern,
Lernfreude und Lebensmut zu stärken und zu Fairness und Verantwortung
zu erziehen. Diesen Schulen gelingt es gemeinsam mit Lehrern, Schülern
und Eltern, sich immer wieder neue Ziele zu setzen und diese zu
erreichen.
Damit solche Schulen auch für andere wirksam werden können, brauchen
sie öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung. Deshalb haben 2006 die
Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung den Wettbewerb „Der
Deutsche Schulpreis“ ins Leben gerufen, die mediale Begleitung
übernehmen stern und ARD.
Grundlage des Wettbewerbs ist ein umfassendes Verständnis von Lernen
und Leistung. Über die bloße Wissensvermittlung hinaus gilt es, die
individuellen, sozialen und schöpferischen Fähigkeiten auszubilden.
Schlüssel für eine er-folgreiche Schulentwicklung ist die Verbesserung
des Unterrichts. Ziel ist die Förderung von Selbstständigkeit und
verständnisintensivem Lernen, Verant-wortung und Leistungsbereitschaft.
Das verlangt die Auflösung starrer Unterrichtsroutinen und die
Konzentration auf die individuelle Bildung und Entwicklung jedes
Einzelnen. Zu einem pädagogisch herausragenden Schulprofil ge-hört
neben gutem Unterricht auch ein gutes Schulklima, eine alltagsprägende
Schulkultur, ein Gefühl der Zugehörigkeit und gegenseitiges Vertrauen.
Gute Schulen zeichnen sich durch ein führungsstarkes, demokratisches
Manage-ment aus.
Der Deutsche Schulpreis setzt auf die Vorbildwirkung erfolgreicher
Praxisbei-spiele und die Innovationsbereitschaft der Schulen in
Deutschland. Der Preis würdigt beides, den Weg und die Ergebnisse
exzellenter Schulen. Nicht der einmal erreichte Stand ist
ausschlaggebend, einbezogen wird die gesamte Entwicklung einer Schule:
ihr eigener Weg, die besonderen Voraussetzungen, Chancen und
Schwierigkeiten und ebenso die weitere Entwicklungsplanung.
Entscheidend ist deshalb nicht, ob eine Schule schon als Leuchtturm in
der Bildungslandschaft bekannt ist. Angesprochen werden vielmehr gerade
auch solche Schulen, die sich noch am Anfang eines Weges sehen und
dabei be-sonderes Engagement, innovative Methoden und qualitätswirksame
Entwick-lungsschritte erkennen lassen.
Auszeichnung
Der Wettbewerb zeichnet jährlich eine Schule mit dem Deutschen
Schulpreis aus. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro ausgestattet. Vier
weitere Schulen erhalten Preise in Höhe von jeweils 25.000 Euro, die
Zusatzpreise „Preis der Jury“ sowie „Preis der Akademie“ sind mit
jeweils 15.000 Euro dotiert.
Der „Preis der Jury“ geht an eine Schule, die unter ungewöhnlichen,
häufig ungünstigen Bedingungen - trotzdem - hervorragende Leistung
erbringt und damit beispielgebend wirkt. Den „Preis der Akademie“
erhält eine Schule, die unabhängig von den Qualitätskriterien auf einem
Gebiet Außergewöhnliches leistet und mit ihrer „pädagogischen
Erfindung“ nicht zuletzt auch für die Akademie des Deutschen
Schulpreises einen wertvollen Impuls setzt.
Alle Preisträger sind für fünf Jahre Mitglied der Akademie des
Deutschen Schulpreises. Sie dient dem gegenseitigen Austausch, vor
allem aber der Vermittlung der guten Praxis an reforminteressierte
Schulen. Über die Jahre soll sich so ein wachsender Verbund von
ausgezeichneten Schulen bilden, die sich gegenseitig beflügeln und
andere zu eigener Initiative ermuntern.
Auf diese Weise soll der Deutsche Schulpreis seinen eigentlichen
Zweck erfüllen: die Schulentwicklung in Deutschland nachhaltig und in
der Breite vor-anzubringen.
Im Rahmen einer Festveranstaltung werden die Preisträger geehrt. Die
Veranstaltung wird von PHOENIX direkt übertragen, die ARD berichtet.
Alle nominierten Schulen sind zu der Festveranstaltung eingeladen, auf
der die Preisträger bekanntgegeben werden. Die für den Deutschen
Schulpreis nominierten Schulen werden von Fernsehteams besucht und
filmisch porträtiert. Die Preisträger werden darüber hinaus in einer
eigenen Broschüre und darauf folgend in einer breitgestreuten
pädagogischen Fachpublikation gewürdigt.
Alle Bewerberschulen erhalten eine individuelle Rückmeldung. Die im
Zuge der Vorauswahl ausgewählten Schulen werden öffentlich
bekanntgegeben. Sie werden zu dem jährlichen Exzellenzforum des
Deutschen Schulpreises eingeladen und haben die Möglichkeit, an
weiteren Veranstaltungen der Aka-demie teilzunehmen.
Auswahl
Die Ausschreibung richtet sich an alle allgemeinbildenden Schulen in
Deutschland. Beteiligen können sich öffentliche und private Schulen
jeden Typs. Schulen, die sich bereits in der Vergangenheit um den
Deutschen Schulpreis beworben haben, mit Ausnahme der Preisträger,
können sich wie-derbewerben. Für die Auswahl sind nicht nur aktuelle
Ergebnisse entschei-dend. Der Weg dorthin, die Hürden, die eine Schule
überwunden und die Unterstützung, die sie erfahren hat, sowie der
Ausblick auf ihre weitere Entwick-lung und die Ideen, wie auch andere
Schulen von dieser Erfahrung profitieren können, sind ebenfalls von
Bedeutung.
Die Bewertung umfasst sechs Qualitätsbereiche. Mit dem Deutschen
Schul-preis ausgezeichnet werden Schulen, die in allen Bereichen gut
und mindestens in einem Bereich weit überdurchschnittlich abschneiden.
Die sechs Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises sind:
Leistung
Schulen, die - gemessen an ihrer Ausgangslage - besondere
Schülerleistung in den Kernfächern (Mathematik, Sprachen,
Naturwissenschaften), im künstlerischen Bereich (z.B. Theater, Kunst,
Musik oder Tanz), im Sport oder in anderen wichtigen Bereichen (z.B.
Projektarbeit, Wettbewerbe) erzielen.
Umgang mit Vielfalt
Schulen, die Mittel und Wege gefunden haben, um produktiv mit den
unter-schiedlichen Bildungsvoraussetzungen, Interessen und
Leistungsmöglichkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler umzugehen, mit
kultureller und nationaler Herkunft, Bildungshintergrund der Familie,
Geschlecht; Schulen, die wirksam zum Ausgleich von Benachteiligungen
beitragen; Schulen, die das individuelle Lernen planvoll und
kontinuierlich fördern.
Unterrichtsqualität
Schulen, die dafür sorgen, dass die Schüler ihr Lernen selbst in die
Hand nehmen; Schulen, die ein verständnisintensives und
praxisorientiertes Lernen auch an außerschulischen Lernorten
ermöglichen; Schulen, die den Unterricht und die Arbeit von Lehrern mit
Hilfe neuer Erkenntnisse kontinuierlich verbes-sern.
Verantwortung
Schulen, in denen achtungsvoller Umgang miteinander, gewaltfreie
Konfliktlösung und der sorgsame Umgang mit Sachen nicht nur
postuliert, sondern gemeinsam vertreten und im Alltag verwirklicht
werden; Schulen, die Mitwirkung und demokratisches Engagement,
Eigeninitiative und Gemeinsinn im Unterricht, in der Schule und über
die Schule hinaus tatsächlich fordern und umsetzen.
Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner
Schulen mit einem guten Klima und anregungsreichen Schulleben;
Schulen, in die Schüler, Lehrer und Eltern gern gehen; Schulen, die
pädagogisch fruchtbare Beziehungen zu außerschulischen Personen und
Institutionen sowie zur Öffentlichkeit pflegen.
Schule als lernende Institution
Schulen, die neue und ergebnisorientierte Formen der Zusammenarbeit
des Kollegiums, der Führung und des demokratischen Managements
praktizieren und die Motivation und Professionalität ihrer Lehrer
planvoll fördern; Schulen, die in der Bewältigung der Stofffülle, der
Verbesserung des Lehrplans, der Organisation und Evaluation des
Schulgeschehens eigene Aufgaben für sich erkennen und daran
selbstständig und nachhaltig arbeiten.
Eine Fachjury, unterstützt durch einen größeren Kreis pädagogischer
Experten, wählt unter den Bewerbern bis zu 20 Schulen aus, die von
Jurymitgliedern besucht werden. Unter Berücksichtigung der Eindrücke
vor Ort nominiert die Jury bis zu 15 Schulen. Die nominierten Schulen
werden zu der Festver-anstaltung in Berlin eingeladen, auf der die
Preisträger bekanntgegeben und ausgezeichnet werden.
Bewerbung
Interessierte Schulen bewerben sich schriftlich unter Verwendung der
Bewer-bungsunterlagen. Die Schulen werden gebeten, neben ihrer
Bewerbung auch das Gutachten eines Paten einzureichen. Paten sind
Kenner der Schule, arbeiten regelmäßig als Kooperationspartner mit der
Schule zusammen und können so die herausragende Qualität der Schule
bestätigen. Als Paten kommen beispielsweise Persönlichkeiten aus
Unternehmen, der Wissenschaft und dem öffentlichen Leben sowie
pädagogische Experten in Betracht.
Kontakt
Robert Bosch Stiftung GmbH
Der Deutsche Schulpreis
Heidehofstraße 31
70184 Stuttgart
Katharina Burger-Springwald
Projektleiterin
Telefon 0711/ 460 84-83
Telefax: 0711/46084-1083
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Brigitte Ratz-Hacisalihoglu
Projektassistentin
Telefon 0711/ 460 84-852
Telefax: 0711/46084-10852
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