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| Das Herforder Modell |
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"Von der Pädagogik zum Raum – vom Raum zur Pädagogik" lautet der Titel einer Präsentation über die Offene Ganztagsgrundschule Herford. Rainer Schweppe, der bei der Stadt Herford als Leiter der Abteilung Bildung für das Projekt zuständig ist, stellt Materialien zum Umbau - nicht nur der Räume - zur Verfügung.
Klassische Hirarchien sollen abgebaut werden, um teilautonomen Gruppen selbstorganisiertes Arbeiten und Lernen zu ermöglichen. Dazu benötigen die Lernenden wie auch die Lehrenden die gleichen Schlüsselqualifikationen, die auch in einer sich rasch wandelnden Gesellschaft gefragt sind: Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Kooperationsbereitschaft. Dies erfordert veränderte Formen des Lernens. Neben Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit mit und ohne PC bieten sich Gesprächskreise und vielfältige multimediale Präsentationsformen an. Vor allem aber kommt es auf einen schnellen , unkomplizierten Methodenwechsel an.
Für diese neue Lernkultur bietet die fraktale Schularchitektur einen optimierten räumlichen Rahmen. Sie spart unproduktive Flurflächen zugunsten eines zentralen Forums ein und eignet sich hervorragend für einen raumsparenden und kostengünstigen Ganztagsbetrieb. Im Hinblick auf bestehende Schulgebäude liefert die fraktale Architektur Kriterien für eine kostensparende Umgestaltung. Die fraktale Schularchitektur wurde an der Universität Paderborn im Rahmen des Projekts KOLEGE vom Schulpädagogen und Didaktiker Wilfried Buddensiek entworfen und in Kooperation mit dem Göttinger Architekturbüro Sittig + Voges zur Baureife entwickelt.
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Die aktuelle bildungspolitische Debatte zeigt, dass die traditionellen Formen von Schule und Unterricht den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mehr gerecht werden. Beim notwendigen Wandel vom "Haus der Belehrung" zum "Haus des Lernens" geht es um eine veränderte Schul- und Lernkultur.