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Brecht-Grundschule Hamburg Drucken
Brecht Grundschule von Icon Mitgliederbereich Anja Messerschmidt

Die Brecht-Grundschule hat sich zum Ziel gesetzt, begabte, hochbegabte Kinder und Regelschulkinder gemeinsam in einem Klassenverband zu unterrichten. Die Klassengröße beträgt 20 Kinder in jeder Klasse. Ungefähr die Hälfte der Kinder ist besonders- oder hochbegabt.

Durch das individuelle, auf den jeweiligen Lernstand der unterschiedlichen Kinder einer Klasse „abgestimmte“ Lernangebot haben alle Kinder die Möglichkeit, sich auch Lernstoff anzueignen, der nicht ihrer jeweiligen Klassenstufe entspricht. Jedem Kind soll die Erfahrung seines Begabungspotentials ermöglicht werden, damit es daraus die ihm eigenen Interessen aufbauen und festigen kann.

Um jedes Kind auf seinem persönlichen Entwicklungs- oder Lernniveau zu fördern oder zu fordern sind die vorherrschenden Unterrichtsformen in der Brecht-Grundschule die Freie Arbeit, der Werkstattunterricht, der Wochenplanunterricht, die Projektarbeit, das Arbeiten an Stationen, sie individuelle Einzelarbeit und das freie Schreiben.

Die Brecht-Grundschule ist eine verpflichtende Ganztagsschule, d.h. die Schule ist von 7.30 Uhr bis 17.20 Uhr geöffnet. Alle Kinder einer Klasse durchleben den Tag in der Schule gemeinsam. Bei der Rhythmisierung des Schultages wechseln Konzentrations- und Entspannungsphasen, bzw. Arbeits- und Erholungsphasen einander ab. Außerhalb des Unterrichts aber auch bei den kooperativen Lernformen können die Kinder soziale Kontakte knüpfen und intensivieren. Die Teilnahme an den AG-Angeboten ab 15.00 Uhr ist freiwillig. Parallel gibt es auch eine Betreuung für die Kinder, die nicht an einer AG teilnehmen möchten, aber noch nicht abgeholt werden können.

Durch das Arbeiten mit kooperativen und offenen Unterrichtsformen werden die Kinder schon früh an ein selbstständiges und selbstverantwortetes Lernen herangeführt. Regelmäßige gemeinsame Gespräche über den Erfolg der Arbeit und die Lernstrategien einzelner Kinder führen zu einem Austausch untereinander und zu einem gegenseitigen Unterstützen und Beraten. Der Lehrer sieht sich als Initiator von Lernprozessen, die er dann begleitet und gegebenenfalls unterstützt. Auch die Kinder sollen sich von Anfang an gegenseitig beraten und unterstützen. Fehler werden als positiv betrachtet. Sie machen den Lernenden und den Lehrer darauf aufmerksam, dass an dieser Stelle im Lernprozess „nachgeholfen“ werden muss. Den Kindern werden Freiräume im Unterricht eingeräumt, die der Vertiefung, Erweiterung und Anwendung dienen und zum spielerischen, selbstständigen und entdeckenden Lernen genutzt werden sollen.

Um den Kindern direkte Umwelterfahrungen zu ermöglichen, sind die Unterrichtseinheiten möglichst handlungsorientiert und fächerübergreifend angelegt. Der Besuch außerschulischer Lernorte und das Integrieren von „Fachleuten“ in den Unterricht werden bei der Planung der Unterrichtseinheiten berücksichtigt.

Das Aufstellen gemeinsamer Regeln und die Verabredung, diese auch einzuhalten, ist Grundlage des gemeinsamen Miteinanders in der Ganztagsschule. Damit die Prinzipien und Formen eines achtungsvollen Umgangs miteinander, Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktlösung und der sorgsame Umgang mit Sachen praktisch geltend gemacht werden können, hat die Brecht-Grundschule in ihrem Konzept das Fach „Soziales Lernen“ ab Klasse 1 in ihren Stundenkatalog mit aufgenommen. Im wöchentlich einberufenen Klassenrat haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Probleme und Konflikte miteinander zu besprechen, sich gegenseitig Tipps und Hilfen zur Lösung ihrer Konflikte und Probleme zu geben.

Die Unterrichtsgestaltung ermöglicht den Schülern ein selbstbestimmtes, an ihren Interessen orientiertes Lernen. Gemeinsame Feste am Ende einer Unterrichtseinheit oder zu den Feiertagen (Weihnachten, Ostern) geben denn Kindern die Möglichkeit, ihre Arbeitsergebnisse zu präsentieren und in ungezwungener Atmosphäre über das Lernen zu reflektieren.



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