Almcamp statt Ritalin - “Via Nova” sucht neue Wege Drucken

Beim GipfelkreuzGerald Hüther gehört zu den Gründungs-Mitgliedern des Netzwerks Archiv der Zukunft. Der Neubiologe lehrt und forscht an der Universität Göttingen. Aber das Forschen und Lehren reichen ihm nicht. Wie lassen sich die Potentiale der Menschen entfalten? Mit der von ihm initiierten „Sinn-Stiftung“ hat er im Sommer Kinder, die das Medikament Ritalin gegen ihre „Hyperaktivität“ bekommen haben, für zwei Monate auf eine Alm in Südtirol eingeladen. Darüber hat der „Stern“ in einer  Titelgeschichte berichtet. 

Ausführlicher Bericht im „Stern“ Nr. 45 vom 29.10.2009

 

 

NahaufnahmeMehr und  mehr Kinder bekommen von Ärzten die Diagnose AHDS und Ritalin: Damit sie in der Schule nicht mehr stören. Damit ihre Eltern mit ihnen klar kommen. Damit sie sich besser in den Alltag einpassen.

Ritalin wirkt. Auch Studenten und Manager macht Ritalin eine zeitlang leistungsfähiger. Der Absatz ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen.

Und was ist der Preis? In Deutschland haben mittlerweile etwa 600 000 Kinder die Diagnose ADHS. Experten streiten darüber, ob Ritalin eine Wunderdroge ist oder lediglich Symptome unterdrückt. Welche Nebenwirkungen hat es? Macht es abhängig?

Via nova - die idee

Manchmal muss man auch getröstet werden

Die von Gerald Hüther initiierte SINN-STIFTUNG hat mit dem Projekt „Via Nova“ nun einen neuen Weg im Umgang mit ADHS eingeschlagen. Sie lud elf Jungen zwischen acht und vierzehn Jahren für acht Wochen auf eine Südtiroler Alm in knapp 2400 Metern Höhe ein. Dort konnten sie neue Erfahrungen machen und lernen ohne Ritalin zu leben.

Statt Tabletten gab es Herausforderungen: Natur, Bewegung, und Konzentration. Es gab die Zuneigung der Betreuer und klare Regeln. Playstation, Fernsehen oder Handy waren tabu.

Die Jungen lebten einfach, sie hackten Holz, kümmerten sich um Tiere und mussten miteinander und mit sich selbst klar kommen.  So wuchsen sie in den acht Wochen über sich selbst hinaus.
Die Kinder haben in diesen Wochen eine Ahnung von eigenen Stärken und davon etwas leisten zu können bekommen.
Beim MelkenGerald Hüther fasst seine Erkenntnisse so zusammen: Familien müssen wieder mehr Wert auf  gemeinsame Unternehmungen legen. Die Überstimulation durch Medien sollte reduziert werden. Kinder sollten wieder lernen, ihre Aufmerksamkeit auf gemeinsame Interessen und Aufgaben zu lenken. Wenn das die Familien nicht leisten können, müssen Herausforderungen im Alltag oder zum Beispiel auf der Alm geschaffen werden.

Solche und weitere Aktivitäten will die SINN-STIFTUNG ermöglichen und organisieren. Es werden Unterstützer gesucht!

SINN-STIFTUNGSinn Stiftung

Die SINN-STIFTUNG wurde von Christian Rauschenfels gegründet. Er entwickelte zusammen mit dem Initiator Gerald Hüther das neurobiologisch-systemische Programm der Stiftung.  "Via Nova" ist dabei nur eines von verschiedenen Programmen.  Mit dem adz kooperiert die SINN-STIFTUNG beim Projekt "Initiative Sinn stiften! Ärmel hoch... für begeisterungsfähige Schulen" , das  zum Ziel hat, Schulen zu ermutigen, sich auf neue Wege zu begeben.

Website: www.sinn-stiftung.eu

Kontakt:
SINN-STIFTUNG
Die Stiftung für Potential-Entfaltung
Stiftungsbüro: Valleystraße 49, 82371 München
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Weitere Infos:
Titelgeschichte im „Stern“ Nr. 45 vom 29.10.09
Interview aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung am 1.11.2009: Supermans Irrweg 

Auszug aus Gerald Hüthers Buch: "Männer - Das schwache Geschlecht" In der Zeitschrift "Psychologie heute" erscheint zum Thema ein ausführliches Interview mit Gerald Hüther.



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